Spürnasen für den Ernstfall

BRK Rettungshundestaffel Bad Tölz-Wolfratshausen trainiert in Abrissgebäuden

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Um die Hunde auf die individuellen Einsätze vorzubereiten ist die BRK-Rettungshundestaffel auf unterschiedliche Übungsumgebungen angewiesen. Hier spüren die Suchhunde in der leerstehenden Sparkassenfiliale in Geretsried sowie im ehemaligen Pallaufhof in Münsing.

Geretsried/Münsing – Die Aufgabe der BRK Rettungshundestaffel Bad Tölz-Wolfratshausen ist die Suche, Auffindung und Rettung vermisster Personen in unwegsamen Gelände sowie erster sanitätsdienstlicher Versorgung, der Rettung aus dem Gefahrenbereich, Durchführung lebensrettender Sofortmaßnahmen und die Übergabe an den Rettungsdienst.

An zwei Tagen im Februar hatte die BRK Rettungshundestaffel Bad Tölz-Wolfratshausen nun die einmalige Möglichkeit, in zwei Abrissgebäuden im Landkreis zu trainieren. Die Umgestaltung des Ortskerns in Geretsried bringt es mit sich, dass das Gebäude Egerlandstraße 49-51 auf den Abriss vorbereitet wird. Nach Rücksprache mit der zuständigen Baugenossenschaft und mit „freundlicher Genehmigung durch die Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen konnte am Mitte Februar eine ganztägige Übung abgehalten werden“, berichtet Vanessa Schallmoser, Leiterin der BRK-Rettungshundestaffel. Das Gebäude mit den ehemaligen Bankräumlichkeiten und mehreren leerstehenden Wohnungen ermöglichte viele Übungsszenarien, die für Hund und Hundeführer äußerst anspruchsvoll waren.

Ein weiterer Glücksfall für die Rettungshundestaffel ist der anstehende Abriss des Pallaufhof in Münsing. Die Gemeinde Münsing erklärte sich bereit, der Rettungshundestaffel das landwirtschaftliche Anwesen für eine Übung zur Verfügung zu stellen. Dort veranstaltete die BRK Rettungshundestaffel ein ganztägiges Training auf dem Anwesen. In den alten Gemäuern und Stallungen des zentral gelegenen Hofes „waren der Phantasie für Verstecke keine Grenzen gesetzt und es war abermals ein herausforderndes Training für Hund und Hundeführer“, sagt Schallmoser. Ein besonderer Effekt, um den Einsatz noch authentischer zu gestalten, war künstlicher Nebel in zwei Wohnräumen, den die Feuerwehr Münsing herstellte.

Rettungshundetraining in Gebäuden werde auch als Trümmertraining bezeichnet, erklärt Schallmoser weiter. Die Geruchsausbreitung verhält sich in Räumen anders als auf Freiflächen. Für unsere Hunde ist es eine gute Vorbereitung für die Arbeit auf dem Trümmerkegel. Training in Gebäuden stärkt die Mensch-Hund-Bindung und ist für den Hund eine besondere Herausforderung. Neben der Flächensuche ist die Trümmersuche eine separate Ausbildungssparte in der Rettungshundearbeit. Trümmersuchteams legen eine separate Prüfung ab und sind nach bestandener Prüfung für 18 Monate einsatztauglich. Wie wichtig gut ausgebildete Trümmerhunde in den regionalen Hilfeleistungsstrukturen sind, zeigen die Einsätze der näheren Vergangenheit in Passau, Rettenbach und Stein an der Traun.

Wie berichtet, sucht die Rettungshundestaffel auch weiterhin neue Trainingsmöglichkeiten in alten Gemäuern: Also vor dem Abriss oder leerstehende Gebäude. „Daher sind wir ständig auf der Suche nach Waldgebieten größer 20.000 Quadratmeter oder eben Abrissgebäuden, in denen wir üben dürfen“, sagt Schallmoser. dwe

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Kontakt zur BRK Rettungshundestaffel Bad Tölz-Wolfratshausen bei Fachdienstleiterin Vanessa Schallmoser unter Tel: 0152/27696477 oder via E-Mail an rhs@brk-toel-wor.bayern. Weitere Informationen gibt es zudem Online auf www.brk-toel-wor.de.

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