Richtfest am Eisstadion

Stadt und Eissportclub feiern Überdachung

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Freuen sich auf das nahende Ende einer langen Durststrecke: Bürgermeister Michael Müller (l.) und ESC-Präsident Thomas Ranft.

Geretsried – 13 Jahre lang mussten die Eissportfreunde auf die Überdachung des Heinz-Schneider-Eisstadions warten. Dementsprechend groß war die Freude beim Richtfest an der Jahnstraße.

Bürgermeister Michael Müller entschuldigte sich zunächst bei den rund 200 Festgästen für die lange Planungsphase. „Viele Gründe waren ausschlaggebend, dass ihre Geduld so sehr in Anspruch genommen wurde“, erklärte der Rathauschef. Er erinnerte noch einmal an die 13-jährige Leidenszeit des ESC RiverRats Geretsried. Weil am 9. Februar 2006 festgestellt wurde, dass die Dachstabilität bei starkem Schneefall nicht mehr gegeben ist, musste das Dach abgebaut werden. Erst elf Jahre später, am 31. Januar 2017, entschied sich der Geretsrieder Stadtrat wieder für eine Einhausung. Die Baumaßnahmen für das 9,5-Millionen-Euro-Projekt begannen indes erst am 25. Februar 2019. „Endlich hat der Eissport wieder ein Dach über den Kopf – auch andere Veranstaltungen werden hier künftig witterungsunabhängig stattfinden“, kündigte Müller an. Er verwies auf den engen Bauzeitenplan, der auch spezielle Abnahmen und Prüfungen erfordert, und auf ein nur etwa 400 Meter entfernt gelegenes Großprojekt. „Mit dem Bau des interkommunalen Hallenbads stemmt die Stadt gleichzeitig die Investition zweier wichtiger Sportstätten“, zeigte sich Müller zufrieden.

ESC-Präsident Thomas Ranft dankte vor allem den vielen ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern und dem Stadionchef Rico Lehwald für unermüdliches Engagement. „Für uns geht eine lange Durststrecke zu Ende: Das ist ein toller Tag für den Geretsrieder Eissport“, erklärte er. Ranft verwies darauf, dass die zahlreichen Mannschaften des ESC auch Werbeträger für die Stadt sind. „Wir betreiben hier Amateursport auf hohem Niveau“, sagte der ESC-Präsident. Das umgestaltete Stadion gefällt ihm gut: „Es ist architektonisch schön und strahlt eine angenehme Atmosphäre aus“, lobte er die Handwerker. Ranft hofft nun, dass der Betrieb wie geplant am 15. November beginnen kann, denn die erste Mannschaft muss ihre „Heimspiele“ derzeit im 60 Kilometer entfernten Mittenwald austragen. „Wir brauchen Eis, die Beleuchtung muss gehen und die Technik für den Spielbetreib funktionieren. Alles andere kann Schritt für Schritt kommen. Drücken wir die Daumen, dass es klappt“, so Ranft abschließend. Nach dem Richtspruch von Zimmerer Martin Scharl lud Bürgermeister Michael Müller die zahlreich vertretenen ESC-Mitglieder und alle Handwerker zu einem üppigen Richtschmaus in die Ratsstuben ein. Peter Herrmann

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