Offenes Rathaus

Stadt empfangt Neubürger und informiert historisch Interessierte

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Versprechen interessante Einblicke ins Rathaus (v. l.): Familienreferentin Gerlinde Berchtold, Bürgermeister Klaus Heilinglechner sowie Marlene Schretzenmaier und Marion Klement vom städtischen Kulturmanagement.

Wolfratshausen – Viel geboten ist am 8. September in Wolftatshausen. So können am Tag des offenen Denkmals nicht nur Rathaus, Heimatmuseum, Stadtarchiv und die Happ’sche Apotheke besichtigt werden. Auch Neubürger werden feierlich empfangen.

Rund 1.000 Neubürger inklusive Geburten registrierte die Stadt im vorigen Jahr. Um ihnen die Orientierung zu erleichtern und sie über die Arbeit verschiedener Vereine beziehungsweise Institutionen zu informieren, werden am Tag des offenen Denkmals ab 15 Uhr zunächst alle Neugeborenen und ihre Eltern im Sitzungssaal des Rathauses begrüßt. Für weitere Zugezogene gilt dieses Angebot, das auch eine kostenlose Verköstigung beinhaltet, ab 17 Uhr. Schon davor öffnen das Rathaus und das Bürgerbüro ab 13 Uhr nicht nur für Neuankömmlinge ihre Türen.

Bürgermeister Klaus Heilinglechner und Martin Melf von der Stadtverwaltung werden die Besucher auch durch die denkmalgeschützten Bereiche des Rathauses führen und ihnen Rede und Antwort stellen. „Einen Tag der offenen Tür gab es hier noch nie: Wir wissen selbst noch nicht genau, was da auf uns zukommt, sind aber gewappnet“, erklärte Heilinglechner beim Pressegespräch. So wie ihm geht es auch Familienreferentin Gerlinde Berchtold, die vor zwei Jahren erstmals einen Neubürgerempfang in der Aula der Waldramer Grund- und Mittelschule organisiert hatte. „Im letzten Jahr kamen leider nur wenige Besucher, weil wir aufgrund der Datenschutzgrundverordnung keine Einladungen verschickt haben“, bedauerte die SPD-Stadträtin.

Heuer sind die diesbezüglichen Bedenken verflogen und die Briefe verschickt. Da im Sitzungssaal nur ein begrenztes Platzangebot zur Verfügung steht, bauen Institutionen wie beispielsweise die Feuerwehr, die Polizei, die Stadtwerke oder die Stadtbücherei ihre Infostände nun im Bürgerbüro auf. Derweil können sich Kinder im Rathausinnenhof von den Helfern des Nachbarschaftshilfevereins „Bürger für Bürger“ schminken lassen. „Wir hoffen, dass diesmal mehr Besucher als letztes Jahr zum Neubürgerempfang kommen“, sagte Berchtold. Marion Klement vom städtischen Kulturmanagement glaubt, dass die parallel stattfindenden Rathausführungen auch für Einheimische interessant sind. „Wir wollen zeigen, dass es hier nicht nur um das Gebäude und die Verwaltung geht: Da ist Leben drin“, so Klement. Und Klaus Heilinglechner kann sich sogar vorstellen, dass bei der Besichtigung des Sitzungssaals sogar das politische Interesse des ein oder anderen Bürgers geweckt wird. „Vielleicht sinkt dann die Hemmschwelle, mal eine öffentliche Stadtratssitzung zu besuchen oder sich sogar von einer Partei als Kandidat aufstellen zu lassen“, hofft der Rathauschef. Die Kosten für den Tag der offenen Tür und den Neubürgerempfang halten sich für die Stadt in überschaubarem Rahmen und liegen laut Heilinglechner im „niedrigen vierstelligen Bereich“. 

Zudem bezuschusst das Amt für Jugend und Familie in Bad Tölz den Neubürgerempfang. Am 8. September stehen aber nicht nur die Türen des Rathauses offen. So führt der Historische Verein Wolfratshausen um 10, 11 und 12 Uhr durch die antik ausgestatteten Räumlichkeiten der Happ’schen Apotheke am Untermarkt 13. Anmeldungen sind unter info@histvereinwor.de oder Tel. 0 81 71/34 59 05 möglich. Um 14 Uhr findet ein geführter Rundgang durch das Heimatmuseum am Untermarkt 10 statt. Schwerpunkte sind hier die Geschichte des Flößerhandwerks sowie das Alltagsleben der Wolfratshauser Bürger in den vergangenen Jahrhunderten. Vertieft werden können diese Eindrücke dann um 16 Uhr im Stadtarchiv. Stadtarchivar Simon Kalleder wird Besucher durch die Räumlichkeiten an der Bahnhofstraße 12 führen.Peter Herrmann

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