Mehr KiTa-Plätze

Stadt erweitert Kinderbetreuungseinrichtungen

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Bürgermeister Michael Müller kündigte im Stadtrat die Schaffung von 150 Betreuungsplätzen an. So wird etwa die Caritas-KiTa an der Tattenkofener Straße erweitert und zum Teil ausgelagert.Foto: 

Geretsried – Ab dem kommenden Schuljahr tritt die neue „Korridor-Regelung“ der bayerischen Staatsregierung in Kraft. Dadurch steigt auch der Bedarf von Kinderbetreuungsplätzen. In seiner jüngsten Sitzung stimmte der Stadtrat deshalb umfangreichen Maßnahmen zu.

Gemäß der neuen Korridor-Regelung können Eltern, deren Kinder zwischen dem 1. Juli und dem 30. September 6 Jahre alt werden, selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder einschulen oder nicht. Bisher waren diese Kinder schulpflichtig. „In Geretsried sind 60 Kinder von dieser Regelung betroffen“, erklärte Werner Rampfel vom Kulturamt. Bei 32 dieser Kinder haben die Eltern beschlossen, ihr Kind ein weiteres Jahr im Kindergarten zu lassen. Und Rampfel nannte weitere Zahlen: „Bisher waren 1.347 Betreuungsplätze in den KiTas, die von insgesamt elf Trägern betrieben werden, anerkannt. Aufgrund der Korridor-Regelung und einem Anstieg von Zuzügen sowie einem geburtenstarken Jahrgang liegt ein ungedeckter Bedarf an etwa 30 Krippenplätzen, 50 Kindergartenplätzen und 25 Hort- beziehungsweise Mittagsbetreuungsplätzen für das kommende Jahr vor“, rechnete er vor. Deshalb gab der Stadtrat grünes Licht für die Schaffung von 150 weiteren Betreuungsplätzen. So soll in der AWO-KiTa Bärenbande am Robert-Schumann-Weg ein Individualraum künftig als Gruppenraum genutzt werden. Dadurch entstehen 18 neue KiTa-Plätze. Eine weitere Gruppe für 18 Kinder soll zum Frühjahr 2020 fertig sein, weil ein ursprünglich für die Hausmeisterwohnung vorgesehener Raum ebenfalls umgestaltet wird. Zudem soll die bisher an der Tattenkofener Straße angesiedelte Caritas-KiTa „Blechkiste“ erweitert beziehungsweise verlagert werden: Bis Oktober 2019 soll auf dem Hartplatz zwischen Verkehrsübungsplatz und Fußballplatz des FF Geretsried ein Container oder ein Modulbau für drei Gruppen entstehen. Des Weiteren ist in Gelting auf dem Platz vor der Kita Sankt Benedikt die Aufstellung eines Containers für zwei KiTa-Gruppen geplant. Die Kosten der einzelnen Maßnahmen liegen bei rund einer halben Million Euro und werden durch Mehrerträge aus der Gewerbesteuer gedeckt. Jeweils rund zwei Millionen Euro sind für die Schaffung neuer Mittagsbetreuungen veranschlagt. So sollen an der Karl-Lederer-Schule und an der Isardamm-Grundschule holzverkleidete Modulbauten mit Flachdächern errichtet werden. Beide umfassen jeweils vier Gruppenräume plus Sanitär-, Küchen- und Mehrzweckräume. Bürgermeister Michael Müller (CSU) kündigte zudem an, dass die Stadt den Bau einer dritten Grundschule und einer weiteren Kindertagesstätte ins Auge fasst. Peter Herrmann

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