Vorberatung zum S-Bahn-Halt

Stadt will mehr Gewerbe ansiedeln und sichert sich Vorkaufsrecht

Die erste von drei Geretsrieder S-Bahn-Haltestellen soll östlich von Gelting entstehen.
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Die erste von drei Geretsrieder S-Bahn-Haltestellen soll östlich von Gelting entstehen.

Geretsried – Ende 2028 soll die erste S-Bahn die drei neuen Geretsrieder Haltestellen anfahren. Das Thema rückte bei der Stadtratssitzung in den Vordergrund.

In seiner jüngsten Sitzung beschloss der Stadtrat vorbereitende Untersuchungen für die Einleitung einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme für das Gebiet rund um den zukünftigen S-Bahn-Haltepunkt Gelting und den Umgriff für die benachbarten Gewerbegebiete.

„Die S-Bahn kommt“, stellte Bürgermeister Michael Müller (CSU) klar. Deshalb dürfe bei der Entwicklung der Gebiete rund um die drei neuen S-Bahn-Haltestellen nichts dem Zufall überlassen werden. Daher beschloss der Stadtrat, sich ein Vorkaufsrecht für die südöstlich und östlich von Gelting gelegenen Gebiete zu sichern.

„Das ist ein Instrument um die kommunale Bauleitplanung zu unterstützen“, erklärte Stadtbaurat Rainer Goldstein. Hilke Jäger vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München wies in einem kurzen Vortrag darauf hin, dass die Einwohnerzahl in Geretsried bis zum Jahr 2032 voraussichtlich von bisher 26.000 auf 32.000 steigen wird. „Daher müssen auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden“, sagte sie. Da es bereits zahlreiche Anfragen von Firmen gibt, die sich in Gelting niederlassen wollen, seien Vorberatungen notwendig. „Die Diskussion über städtebauliche Ziele muss selbstverständlich auch mit den Grundstückseigentümern geführt werden“, stellte Bürgermeister Müller klar.

Patrik Kohlert (Geretsrieder Liste), der in diesem Jahr in den Stadtrat gewählt wurde, vermisste bei dem Thema eine nicht-öffentliche Vorberatung. „Ich hätte mir das in einer Klausur gewünscht, um uns Neue abzuholen“, bedauerte er. Fraktionskollege Dr. Elmar Immertreu gab ihm recht. „Ich habe ein Problem, in öffentlicher Sitzung über privates Gelände zu verfügen“, gab er zu bedenken. Bürgermeister Müller konnte diese Vorbehalte nicht nachvollziehen. „Sie fordern doch immer Transparenz“, entgegnete er. Die Vorberatungen müssten öffentlich erfolgen. Vor dem einstimmigen Beschluss, Untersuchungen einzuleiten, erinnerte Volker Reeh (Geretsrieder Liste) an die Beachtung von Verkehrsplanungen. Dominik Irmer (Freie Wähler) forderte die verstärkte Ansiedlung von handwerklichen Betrieben, da sich momentan viele Logistik-Firmen in den Geltinger Gewerbegebieten niedergelassen haben.

Abschließend kündigte Müller an: demnächst stehen Beschlüsse für Untersuchungen für die Gebiete rund um die S-Bahn-Haltestellen Geretsried Mitte und Geretsried Süd zur Debatte stehen. Peter Herrmann

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