Neues Gewerbeentwicklungskonzept

Stadt kooperiert mit Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München

Wirtschaftsförderin Rebecca Geisler
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Wirbt für die „Marke Geretsried“: Wirtschaftsförderin Rebecca Geisler.

Geretsried – Als größte Stadt im Landkreis möchte Geretsried sein Profil als attraktiver Wirtschaftsstandort schärfen. In der jüngsten Stadtratssitzung erklärten Wirtschaftsförderin Rebecca Geisler und Carola Seis vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München, wie dieses Ziel erreicht werden kann.

„Es ist wichtig, die gezielte Ansiedlung neuer Betriebe strategisch auszurichten und die Bestandsbetriebe am Standort zu halten“, erklärte Geisler. Um den Wirtschaftsstandort zu stärken, seien neben den Neuansiedlungen und der Bestandspflege von Unternehmen auch zukunftsgerichtete Mobilitätsstrategien sowie eine Erhöhung des Freizeit- und Aufenthaltswerts im Wohn- und Arbeitsumfeld notwendig. „So kann der notwendige Arbeitsplatzzuwachs in Quantität und Qualität realisiert werden“, hofft Geisler. Eine zukunftsnahe Gewerbeentwicklung der Stadt sei vor allem im Bereich Gelting zeitnah möglich.

Geisler verwies darauf, dass für eine Standortanalyse aktuelle Fachgutachten zum Einzelhandel, Klimaschutz, Radverkehr und Sportentwicklung miteinbezogen werden müssen. „Aufbauend darauf kann für das Gewerbegebiet Geretsried-Süd ein vertiefendes städtebauliches Entwicklungskonzept erarbeitet werden. Dieses soll Möglichkeiten der Innenentwicklung des bestehenden Gewerbegebietes aufzeigen und Aufschluss über die Rahmenbedingungen für eine längere Nutzungsperspektive geben“, so Geisler weiter.

Da der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München bereits mit der Aktualisierung des Flächennutzungsplans beauftragt ist, könne ein Gewerbeentwicklungskonzept als sinnvolle Ergänzung bewertet werden. „Es geht auch um eine Nutzung der Vorteile, die Geretsried im Vergleich zu anderen Standorten in der Region hat“, betonte Carola Seis vom Planungsverband. So seien Firmen bei einer Ansiedlung vor allem an verfügbarem Wohnraum und einem guten Verkehrsanschluss interessiert. In der nun folgenden Standortanalyse werden nicht nur Flächenpotentiale analysiert. „Über Gespräche mit Akteuren vor Ort und Experten sollen Stärken und Schwächen ermittelt und daraus stadträumliche Entwicklungsziele abgeleitet werden“, erklärte Seis.

Auf Nachfrage von Wirtschaftsreferent Volker Reeh (Geretsrieder Liste) versicherte Carola Seis, dass dem Stadtrat vor dem Konzeptabschluss Zwischenschritte und Alternativen vorgestellt werden. Die Verwaltung wird nun die Beauftragung des Planungsverbandes für die Erstellung eines Gewerbeentwicklungskonzepts für das Stadtgebiet sowie für die Erstellung eines städtebaulichen Entwicklungskonzepts für das Gewerbegebiet Geretsried-Süd in die Wege leiten.

Peter Herrmann

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