Kleine Hilfe gegen Corona

Stadt verteilt 150 Masken an Feuerwehr und Mitarbeiter des Josefistifts

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150 selbst genähte Masken an die Tölzer Feuerwehr übergeben: Erster Vorsitzender Michael Lindmair freut sich über die Unterstützung. 

Bad Tölz – „Es ist nicht die Ideallösung, aber mit diesen Masken sind wir besser ausgestattet als zuvor.“ Mit diesen Worten nimmt Michael Lindmair, Erster Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Bad Tölz, die Kiste mit 150 genähten Stoffmasken in der Tourist-Information am Max-Höfler-Platz in Empfang.

Die weißen Nase- und Mundmasken sollen künftig Feuerwehrleute bei ihren Einsätzen tragen, da zugelassene Schutzmasken augenblicklich Mangelware und allein medizinischem Personal vorbehalten sind. Die Feuerwehrmänner und -frauen sind mit den Masken nicht vor Ansteckung durch das Coronavirus gefeit. Wenn sie im Einsatz sind und die notwendigen Ab-stände zueinander nicht einhalten können, schützen sie damit aber wenigstens die Menschen in ihrem Umfeld vor Sekretauswurf beim Niesen und Husten.

Genäht haben die Masken fünf Tölzerinnen. Damit sind sie dem Aufruf von Minister Hubert Aiwanger gefolgt, der, um den Mangel an Schutzmasken auszugleichen, die Bevölkerung zur Mithilfe aufgerufen hatte. Erster Bürgermeister hatte die Koordination der Aktion in Bad Tölz übernommen und nun auch die Ausgabe der fertigen Stoffmasken an die Feuerwehr initiiert. Den Vliesstoff dazu hatte Minister Aiwanger an die Landratsämter liefern lassen, die die Verteilung übernommen hatten. Zugeschnitten hatten die Rohlinge dreizehn Mitarbeiterinnen des Referates für Stadtmarketing, Tourismus- und Wirtschaftsförderung.

„Der Stoff ist nicht zertifiziert, die fertigen Masken entsprechen nicht medizinischen Standards und sind somit keine Schutzmasken“, betont Bürgermeister Janker nachdrücklich. „Diese Masken können auch wir nicht herbeibringen. Bis jedoch Filtermasken lieferbar sind, tragen diese genähten Stücke ein wenig dazu bei, die Frauen und Männer im Feuerwehreinsatz besser zu schützen. Ich bin den freiwilligen Näherinnen sehr dankbar, dass sie so rasch ihre Hilfe angeboten haben.“

Aus der gleichen Produktion werden weitere Masken an die Verwaltungsmitarbeiter im Alten- und Pflegeheim Josefistift geliefert. Auch hier geht es in erster Linie darum, die Menschen im Umfeld der Trägerinnen und Träger vor der Tröpfcheninfektion zu schützen. So bleiben die zertifizierten und sicheren Schutzmasken dem Pflegepersonal vorbehalten, das im direkten Kontakt zu den Bewohnern steht. dwe

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