Neues Parkraumkonzept

Stadt sucht Alternativen für gebührenpflichtiges Parken am Bahnhof

Bahnhof in Wolfratshausen
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Meist voll belegt: Auch für die Stellplätze zwischen dem Kraft-Areal und dem Bahnhof sollen Gebühren erhoben werden.

Wolfratshausen – Die stark genutzten Park-and-Ride-Stellflächen (P+R) liegen auf den Grundstücken der Deutschen Bahn (DB).

Nun will die DB die bestehenden Verträge mit der Stadt Wolfratshausen kündigen und die Flächen anschließend der DB BahnPark GmbH zur Bewirtschaftung übergeben. Da die bisher kostenlos nutzbaren Stellplätze dann gebührenpflichtig sind, soll nun ein neues Parkraumkonzept erarbeitet werden.

Ein Abschluss muss zeitnah her

„Wir gehen davon aus, dass die beabsichtigte Änderung zu einer Verdrängung der Autos in die umgebenden Wohnstraßen und insbesondere den Parkplatz hinter der Sparkasse führen werden“, erklärte Bürgermeister Klaus Heilinglechner (Bürgervereinigung Wolfratshausen) im Bauausschuss. Er verwies darauf, dass die Regierung von Oberbayern vor Kurzem auf eine städtebauliche Untersuchung gedrängt hatte. „Der Abschluss der Überlegungen ist zeitnah notwendig, weil neben den Änderungen am Bahnhof auch die Regelung der Parkgebühren vor dem Hintergrund der Umsatzsteuerrichtlinie notwendig ist“, betonte Heilinglechner

Auslastungssteuer soll realisiert werden

Die DB BahnPark GmbH habe bereits mitgeteilt, dass die Stadt bei der Festlegung der Tarife beteiligt werden soll, die zu erhebenden Entgelte aber im Wesentlichen nur die Kosten der Bewirtschaftung decken sollen. Über die unterschiedlichen Tarife soll eine Auslastungsteuerung realisiert werden. Betroffen sind die P+R-Flächen neben dem Busbahnhof, am Gipsenweg sowie die Stellplätze zwischen der Baustelle am Kraft-Areal und den Bahnhofgleisen.

Konzept diesmal umsetzen

„Wir haben ein Problem: Wenn die Parkplätze auf dem Bahnhofsareal gebührenpflichtig werden, versuchen die Pendler es in den Nebenstraßen, die jetzt schon durch Parkplatzsuchverkehr und auswärtige Parkende belastet sind“, erklärte Dr. Hans Schmidt (Grüne). Damit es großräumig keine falschen Anreize gebe, müsse das bereits vorliegende, aber nie umgesetzte Parkraumkonzept überarbeitet werden. „Und diesmal sollte das Konzept nach Beschluss auch umgesetzt werden!“, forderte Schmidt.

Büro für die Überarbeitung

Der Bauausschuss beauftragte den Bürgermeister einstimmig, im Rahmen der städtebaulichen Beratung zeitnah mit der Architektin und Städteplanerin Claudia Schreiber ein Büro für die Überarbeitung des Parkraumkonzeptes zu finden.

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