Weiterer Mini-Kreisel möglich

Stadtentwicklungsausschuss diskutiert über zweiten Kreisverkehr an Isarbrücke

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Auch am östlichen Ende der Tölzer Isarbrücke soll ein Kreisverkehr entstehen, analog zum Kreisel auf der Westseite am Amortplatz.

Bad Tölz – In Bad Tölz gibt es inzwischen einige Kreisverkehre, die sehr gut funktionieren. Nun könnte ein weiterer dazukommen, und zwar an der linken Seite der Isarbrücke, wo die Fußgängerzone Marktstraße beginnt.

Der Stadtentwicklungsausschuss des Stadtrates befasste sich in seiner Dezember-Sitzung mit der Optimierung der Verkehrssituation auf der Tölzer Isarbrücke. Ausgelöst hatte die Debatte ein Antrag der Stadträte Camilla Plöckl (SPD) und Franz Mayer (Grüne), dass die Gehsteige auf der Brücke künftig auch ganz offiziell von Radlern mitgenutzt werden dürfen. 80 Prozent der Radler würden das auch jetzt schon tun, wie ein Ortstermin des Arbeitskreises ergeben habe. Erlaubt ist das freilich nicht. Und es ist auch nicht ungefährlich, wie die Beratung in der Verkehrskommission, an die der Antrag verwiesen wurde, ergeben hat. „Es ist schwierig. Da stehen Bänke und Blumentöpfe, und an vielen Tagen sind dort sehr viele Fußgänger unterwegs“, fasste Bauamtsleiter Christian Fürstberger zusammen. 

Auf der Suche nach einer Verbesserung kam die Kommission auf eine Idee, die 2005 schon einmal diskutiert, dann aber verworfen worden war. Möglich wäre der Bau eines kleinen Kreisverkehrs mit einem Durchmesser von 18 Metern – analog zum bereits bestehenden am Amortplatz am anderen Ende der Brücke. „Der funktioniert einwandfrei, das sollte auf der anderen Brückenseite genauso sein“, heißt es in der Sitzungsvorlage. „Vom Platz her kann es gehen – es ist nicht völlig abstrakt als Idee“, ergänzte Fürstberger. Für den aus der Marktstraße zu bestimmen Zeiten erlaubten Lieferverkehr könnte die Einfahrtsituation ordentlich geregelt werden, zudem fallen die Abbiegespuren weg – das schafft Platz für Fahrradschutzstreifen auf der Brücke, am Kapellengasteig und in der Säggasse. 

„Das würde uns viele neue Möglichkeiten eröffnen“, plädierte Bürgermeister Josef Janker (CSU) dafür, den Bau des Kreisels prüfen zu lassen. Auch Michael Lindmair (FWG) befand, dass der Kreisverkehr „gleich mehrere Probleme lösen würde“. Er bat aber darum, die Aufstellflächen der Querungshilfen groß genug zu planen. „An gewissen Tagen haben wir große Fußgängerströme, und ein Kinderwagen sollte auch noch Platz haben.“ Franz Mayer war ebenfalls „absolut für diese Lösung“. Er und Plöckl hätten den anderen Antrag nur gestellt, „weil ich nicht gedacht habe, dass der Vorschlag aus 2005 nochmal aufgegriffen wird“. 

Einstimmig beschloss das Gremium, die Möglichkeit für den Mini-Kreisel zunächst von einem Planungsbüro untersuchen zu lassen. bo

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