Das Budget erhöht

Stadtmarketing, Tourismus und Wirtschaftsförderung: 870.000 Euro für 2020

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Auch der aktuell oben gestartete Christkindlmarkt, der Ostermarkt und andere Veranstaltungen belasten das Budget der Tourist Information. Deshalb wurde der Zuschuss für 2020 erhöht.

Bad Tölz – Schon dem legendären US-amerikanischen Autopionier Henry Ford war klar, dass die Hälfte des Geldes, das er für Werbung aufwendete, zum Fenster hinausgeworfen war, allerdings konnte er nicht feststellen, welche Hälfte sinnvoll und welche sinnlos ist. So ähnlich ging es am Dienstag dem Finanzausschuss des Stadtrates, als das Budget 2020 des Referates für Stadtmarketing, Tourismus und Wirtschaftsförderung, kurz TI, festgelegt wurde. Kurdirektorin Brita Hohenreiter gab nämlich zu bedenken, dass man ohne Zuschuss-Erhöhung weniger kostenlose Konzerte veranstalten könne und auch Werbemaßnahmen, die Gäste nach Tölz locken sollen, einschränken müsse. Letztlich einigte sich der Ausschuss einstimmig darauf, der Tourist Information für das kommende Jahr 870.000 Euro zu bewilligen.

Das ist aber nur ein Teil der Ausgaben, denn die Personalkosten für die dort angesiedelten Mitarbeiter betragen1,2 Millionen Euro, das sind 64.000 Euro mehr als heuer. Hohenreiter meinte, die Personalkostensteigerung könne man „so oder so“ sehen, einerseits erfreulich für die Mitarbeiter, andererseits als Belastung für den Kämmerer, der den Haushalt zu verantworten hat. Insgesamt, so argumentierte Hohenreiter, benötige sie für das kommende Jahr 60.000 Euro mehr, um Leistung und Angebot der TI in gleicher Weise aufrecht zu erhalten. Andernfalls müsse man beim Musikprogramm „Stadt mit der besonderen Note“ ein Drittel einsparen, ebenso 30.000 Euro beim Marketing, zumal dort auch die Preise für Anzeigen und die Druckerzeugnisse ständig steigen. Die TI veranstaltet jährlich neben zahlreichen Konzerten und Gesundheitsangeboten (Tölzer Veg) auch den Christkindl- und den Ostermarkt.

3. Bürgermeister Christof Botzenhart (CSU) meint in der Debatte, die Tariferhöhungen im Öffentlichen Dienst sollten sich nicht auf das Budget auswirken, ähnlich sah es sein Fraktionskollege Ludwig Janker, der meinte, es sei ein Gebot der Fairness, hier zu erhöhen, denn auch bei den anderen Referaten würden die Personalkostensteigerungen nicht umgelegt. Angesichts einer Erhöhung der Personalkosten um 120.000 Euro in zwei Jahren meinte Franz Mayer (Grüne), man solle auf die Bremse drücken, ließ sich jedoch von Kämmerer Hermann Forster sagen, die Personalkosten der Stadt beliefen sich aktuell auf zehn Millionen Euro und würden allein aufgrund der Tariferhöhungen jährlich um 400.000 Euro anwachsen. Camilla Plöckl (SPD) würdigte die Arbeit der TI und meinte, durch die Gesundheitsangebote und den Tourismus würden auch Einnahmen erzielt. So erwartet man aktuell beim Kurbeitrag Einnahmen von 430.000 Euro. Letztlich folgte man einstimmig dem Vorschlag von Bürgermeister Josef Janker (CSU) und erhöhte den Zuschussbedarf der TI für 2020 auf 870.000 Euro.bo

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