„Museum ist jetzt ein Juwel“

Kultur auf der Marktstraße: Jeden zweiten Samstag soll es eine Veranstaltung geben

Ein Raum des Tölzer Stadtmuseums
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Das Stadtmuseum soll heuer nach außen in die Marktstraße getragen werden.
  • Viktoria Gray
    vonViktoria Gray
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Bad Tölz – Eigentlich gäbe es nach der langen Umgestaltung des Stadtmuseums einen Grund zum Feiern.

Da der Kultur-, Veranstaltungs- und auch der Wirtschaftsbereich in Bad Tölz aufgrund der Corona-Pandemie nun wieder brach liegt, soll das Museum im Rahmen einer Kooperationsarbeit „nach draußen“ gebracht werden.

„Hochkarätiges Juwel“

„Das ursprüngliche Heimatmuseum ist jetzt ein hochkarätiges Juwel“, berichtete Bürgermeister Ingo Mehner begeistert beim Pressetermin im Tölzer Rathaus. „Das wollen wir jetzt auch nach außen tragen.“

Sechs Bereiche sollen in Szene gesetzt werden

Dabei arbeitet die Museumsleitung eng mit der Tölzer Wirtschaftsförderung sowie der Tourismusabteilung zusammen. Sechs Bereiche, darunter: Musik in der Stadt, Sport und Aktivität, Bayerische Lebensfreude, Familientag, Literatur und Kultur sowie Jagd und Genuss umfasst das Projekt. Über sechs Monate verteilt, von Mai bis Oktober werden jeden zweiten Samstag im Monat diverse Aktionen auf der Marktstraße angeboten. Auch der örtliche Handel werde mit einbezogen.

Auf langfristige Sicht optimistisch

Obwohl die Verantwortlichen auf langfristige Sicht optimistisch sind, könnte die Pandemie-Lage die eine oder andere Veranstaltung gefährden oder sogar für dessen Absage sorgen. So muss „Musik in der Stadt“, der Startschuss der Reihe am Samstag, 15. Mai, ohne Knabenchor auskommen. In Zusammenarbeit mit dem Musikinstrumentenhersteller Meinl sollen aber 20 Instrumente in den Schaufenstern der Marktstraße ausgestellt werden.

Mehrwert für alle

Elisabeth Hinterstocker, Leiterin des Tölzer Stadtmuseums.

Museumsleiterin Elisabeth Hinterstocker setzt für die zukünftigen Veranstaltungen vor allem zwei Schwerpunkte: Zum einen solle die Hemmschwelle wieder verringert werden und das Museum somit wieder näher an den Bürger gebracht werden. Zum anderen sieht sie darin einen Mehrwert für alle Beteiligten und vor allem für den Handel. Bürgermeister Mehner betonte ihr Engagement und wie sie es schaffte, zu jedem Thema jemanden aus der Region mit einzubinden. Seien es Vereine oder andere Unterstützer „Bürger haben das Museum ja erschaffen. Deshalb wollen wir es wieder in der Bürgerschaft verankern“, erklärte die Museumsleiterin weiter.

Im Juli, der unter dem Motto „Bayerische Lebensfreude“ steht, soll etwa die Marktstraße zu einem Laufsteg werden. Bei einer Trachten-Modenschau könnte die Tradition und das Gewand den Besuchern im Freien näher gebracht werden. „Lang genug wäre die Marktstraße ja für einen Walk“, schmunzelte Hinterstocker.

„Will kein Spielverderber sein“

Schnittstelle für die Veranstaltungen, die schlussendlich wirklich stattfinden dürfen, ist die stellvertretende Kurdirektorin Susanne Frey-Allgaier. „Ich will kein Spielverderber sein. Aber wir können auch nichts versprechen, was wir nicht halten können“, sagte sie. So sei es mit allen Programmen, die bevorstehen. „Wir können nur hoffen. Wie es wird, sehen wir dann“, betonte Frey-Allgaier.

Ladenschluss möglicherweise erst um 20 Uhr

Wirtschaftsförderin Sandra Kern hofft darauf, dass die Aktionen und die Schaufenster die Bürger mehr zum Bummeln anregen. „Wir versuchen auch, dass die Geschäfte länger öffnen dürfen“, erklärte sie. Bis 20 Uhr könnte demnach in der Marktstraße eingekauft werden.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen gibt es auf der Webseite www.bad-toelz.de/stadt.museum.sommer.

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