Stadtpfarrer Peter Demmelmair und Vorgänger Rupert Frania feiern Jubiläen

80 Jahre Priesterleben

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Pfarrer Peter Demmelmair (2.v.r.) feiert am vergangenen Sonntag im Rahmen des ökumenischen Pfarrfestes im Franziskuszentrum sein 30-jähriges Priesterjubiläum. Dabei überbrachten ihm zahlreiche Gläubige ihre Glückwünsche.

Bad Tölz – Zwei Tölzer Stadtpfarrer hatten jetzt Grund zum Feiern. Peter Demmelmair, seit fünf Jahren in der Kreisstadt, blickte am vergangenen Wochenende auf sein 30-jähriges Priesterjubiläum zurück.

Sein Amtsvorgänger, Rupert Frania, der bis 2013 ganze 16 Jahre lang Tölzer Stadtpfarrer gewesen war, konnte sich kurz zuvor in Höhenrain gar über 50 Jahre Priesterschaft freuen.

Der in Schlesien geborene Jubilar Rupert Frania hatte seine Schulzeit und sein Theologie- und Philosophiestudium in München abgeleistet und feierte seine Primiz in der Münchner Pfarrei St. Benno entsprechend der Neuerung des Konzils erstmals in deutscher Sprache.

In seinem Rückblick auf seine 50 Priesterjahre schilderte er seine Stationen, in denen er unter den Münchner Erzbischöfen, den Kardinälen Döpfner, Ratzinger, Wetter und Marx als Kaplan und Pfarrer in München, Fürstenfeldbruck und in und um Bad Tölz tätig war. Er war Mitglied im Priesterrat und übte das Amt des Dekans in Pasing-Aubing und in Tölz aus, wo er bis 2013 sechzehn Jahre lang Stadtpfarrer als Nachfolger von Dr. Rupert Berger war. Seit 1981 wirkte er in der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit mit. Seit 2015 bewohnt Pfarrer Frania mit seiner Schwester das Pfarrhaus in Höhenrain, kümmert sich dort um Gottesdienste und Seelsorge.

Peter Demmelmair, bei der Tölzer Gläubigen allseits bliebt, wollte sein Priesterjubiläum eigentlich ganz klein im Rahmen des alljährlichen ökumenischen Pfarrfestes im Franziskuszentrum (früher Franziskaner Kloster) feiern. Nach und nach vergrößerte sich die Zahl der Mitfeiernden aber ganz deutlich, neben der Tölzer Schützenkompanie und den Fahnenabordnungen der Vereine kamen 700 Gläubige in die Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt, um mitzufeiern. Ein riesiger Festzug bewegte sich dann über die Isar hinauf zum Franziskuszentrum, wo viele Tölzer ihrem Seelsorger die Glückwünsche aussprachen und wo zusammen mit der Evangelischen Kirchengemeinde „ökumenisch“ gefeiert wurde.

E-Bike des Pfarrers geklaut

Der Tag des Priesterjubiläum wird Peter Demmelmair sicher auch wegen eines besonderen Vorfalls lange in Erinnerung bleiben. Früh morgens war er mit seinem E-Bike von der Karwendelsiedlung, wo er im dortigen Pfarrhof wohnt, in die Stadt gefahren, um für sich und seinen Bruder frische Brezen zu kaufen. Das danach wieder in der offenen Garage abgestellte Fahrrad gefiel einem jungen und erheblich betrunkenen jungen Mann aus Moldawien so gut, dass er es kurzerhand an sich nahm und zum einer Spazierfahrt startete, die ihm nicht nur ein blutiges Knie bescherte, sondern Bekanntschaft mit der Polizei machen ließ. Der fiel nämlich in der Lenggrieser Straße der in Schlangenlinien daherkommende Radler auf. Bei der Kontrolle gab er an, er habe das Rad für 30 (!) Euro beim Tölzer Flohmarkt gekauft, was die Beamten aber nicht glauben wollten. Aufgrund eines Briefes vom Familienpflegewerk, der sich in der Satteltasche des Rades befand, konnte Pfarrer Demmelmair (der 1. Vorsitzender des Fördervereins ist, Anm. d. Red) als Eigentümer des Rades ausfindig gemacht werden. Der hatte, unmittelbar vor dem Festgottesdienst, den Verlust des Rades noch gar nicht bemerkt, nutzte den Vorfall aber, um das Ganze in der anschließenden Predigt zu thematisieren. Inzwischen ist das Rad wieder beim Eigentümer, für den dreisten Dieb wurde bei der Polizei eine Kaution in Höhe von 2.000 Euro hinterlegt. bo

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