Champagner und Deputatsau

Stadtrat feiert Jahresabschluss im Ratsstubensaal

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Bitte zugreifen: Bürgermeister Michael Müller (l.) und die SPD-Stadträtin Edith Peter genossen Knödel und Schweinefleisch-Spezialitäten.

Geretsried – Nicht einmal eine Stunde dauerte die letzte Sitzung des Stadtrates in diesem Jahr. Die ungewöhnliche Kürze hatte einen Grund: Denn nicht nur der Champagner aus der französischen Partnerstadt Chamalières war kaltgestellt, auch die fertig zubereitete Deputatsau duldete keinen Aufschub.

Es ist eine liebgewonnene Tradition, der Bürgermeister Michael Müller auch in diesem Jahr gerne folgte. Zusammen mit den Räten und Mitarbeitern der Stadtverwaltung stieß er unmittelbar nach der letzten Stadtratssitzung des Jahres im Foyer vor dem großen Sitzungssaal zunächst auf eine erfolgreiche Zukunft an.

Louis Giscard d’Estaing, Bürgermeister der französischen Partnerstadt Chamalières, hatte auch dieses Jahr reichlich Champagner nach Geretsried geschickt und die besten Grüße ausrichten lassen. Nach diesem prickelnden Umtrunk fanden die Feierlichkeiten an den festlichen gedeckten Tischen im benachbarten Ratsstubensaal ihre Fortsetzung.

Seit vielen Jahren stiften die Pächter des unteren Gutes Buchberg – derzeit die Familie Knöbl – dem Geretsrieder Stadtrat als Naturalzins die sogenannte Deputatsau, die anlässlich des Jahresabschlussessens unter anderem zu Krustenbraten, Schnitzel, Kassler und Wurst verarbeitet wird. Eingeladen waren auch Mitglieder der Stadtverwaltung und ehrenamtliche Vertreter von Vereinen.

Bevor das üppige Buffet eröffnet wurde, blickten Michael Müller und sein Stellvertreter Hans Hopfner auf das vergangene Jahr zurück. Die rasch voranschreitenden Arbeiten in der sogenannten „Neuen Mitte“ am Karl-Lederer-Platz und am Schulzentrum, wo derzeit das interkommunale Hallenbad entsteht, werteten sie als Indiz für den Fortschritt. „Unsere Stadt hat viel zu bieten“, betonte Müller. Ein Generationenkonflikt sei für ihn nicht zu erkennen: „Nur miteinander kommen wir weiter“.

Hopfner dankte danach dem Bürgermeister und der Stadtverwaltung für die gute Zusammenarbeit. Die Kooperation mit dem Stadtrat sei „nicht immer einfach gewesen, weil wir viele Projekte kritisch begleitet haben“. Ins Detail gingen indes weder Müller und Hopfner. „Weihnachten ist für uns damit verbunden, einmal inne zu halten“, konstatierte Müller. Musikalisch umrahmt von einem Ensemble der Geretsrieder Musikschule bot der Festabend dann noch viel Zeit für Gespräche, die im mitunter hektischen Stadtratsalltag nicht immer möglich waren.Peter Herrmann

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