Stadtbusbedarf steigt

Stadtrat erwägt Ausweitung und Verlängerung der Fahrzeuge

Wird stark genutzt: die Stadtbuslinie 310.
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Wird stark genutzt: die Stadtbuslinie 310.

Geretsried – Für den Betrieb der Geretsrieder Stadtbuslinie waren anfänglich zwei neun Meter lange Midibusse vorgesehen.

Wegen steigender Fahrgastzahlen wurde im Mai bereits ein Zwölf-Meter-Bus eingesetzt. Nun riet der MVV zu einer erneuten Aufstockung, die im Stadtrat zu einer kontroversen Debatte führte.

In einem kurzen Sachvortrag verwies Stadtverwaltungsmitarbeiter Lukas Schrettenbrunner darauf, dass zwischen Erikaweg, Schulzentrum und Karl-Lederer-Schule zunächst zwei neun Meter lange Busse eingesetzt wurden. Einer davon wurde 2019 gegen einen Zwölf-Meter-Bus getauscht. Nun soll dies auch mit dem zweiten Bus geschehen.

Der Stadt entsteht dadurch ein zusätzlicher Kostenaufwand von 59.000 Euro. „Mit dem Zwölf-Meter-Bus ist schon einiges gewonnen: Wir bemühen uns, das Angebot so attraktiv zu machen, dass möglichst viele einsteigen“, sagte Bürgermeister Michael Müller (CSU). Der Stadtrat befürwortete diese Maßnahme einstimmig.

Noch mehr Geld müsste die Stadt investieren, um eine weitere Empfehlung des MVV zu erfüllen. So geht es darum, die während der Corona-Pandemie eingeführten Verstärkerfahrten an Schultagen in der Früh und mittags fortzusetzen. Die Kosten trug bis Weihnachten der Freistaat. Im kommenden Jahr müsste die Stadt dafür einen finanziellen Aufwand in Höhe von 213.900 Euro übernehmen. Müller warnte vor einer voreiligen Entscheidung: „Wenn wir den ÖPNV ausbauen, müssen wir woanders einsparen.“ Die Corona-Pandemie werde zu erheblichen Kürzungen im Haushalt führen. „Da wird es ein Heulen und Zähneklappern geben“, so der Rathauschef.

Martina Raschke (Grüne) drängte indes auf eine schnelle Entscheidung. „Wir müssen bei den Themen Klimaschutz und ÖPNV dranbleiben“, forderte sie. Dennoch entschied sich der Stadtrat schließlich, die Debatte über die Verstärkerfahrten auf die Haushaltsberatungen im Januar zu vertagen. Peter Herrmann

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