Stadtrat löscht dort, wo es brennt

Eine neue Drehleiter erhält die Geretsrieder Feuerwehr für die Wache Süd. Foto: Kapfer-Arrington

Der Brandschutz in der Stadt wird systematisch forciert. Regelmäßig sollen in rund 230 Gebäuden Feuerbeschauen durchgeführt werden. Zuständig ist seit dem 1. April der Ex-Feuerwehrgerätewart Holger Strasser. Auf dieses Vorgehen einigte sich nun der Stadtrat. Darüber hinaus folgt das Kommunalparlament dem Expertenrat von Stefan Rudolph, der vergangenen Sommer ein Gutachten zur sachgerechten Ausstattung der Wehr´aufstellte. Folge: Geretsrieds Floriansjünger bekommen eine zweite Drehleiter für die Wache Süd.

Strassers Liste ist lang. Der Feuerwehrexperte ist für die Inspektion von Sonderbauten sowie allen Gebäuden mit einer Höhe von bis zu 13 Metern und Tiefgaragen zuständig. Allein 44 Schulen und Kindergärten, 44 Gasthäuser und Versammlungsstätten, zwölf Altenheime und 17 Einkaufsmärkte fallen darunter. „Besonders die Tiefgaragen sind problematisch“, sagte Ordnungsamtsleiter Günter Stowasser. Von oberster Priorität seien Gebäude mit hoher Publikumsfrequenz. Überdies muss das Personal in Kindergärten speziell geschult werden. Auch praktische Rettungsübungen sollen, laut Stowasser, vollzogen werden. Mittelfristig ausgedient hat das Geltinger Feuerwehrhaus. „Dort ist es extrem eng“, sagte Stowasser. „Ein Wunder, dass im Geltinger Feuerwehrhaus bis jetzt noch nichts passiert ist.“ Laut des vom Stadtrat beschlossenen Feuerwehrbedarfsplanes „prüft die Verwaltung für Gelting in den nächsten zehn Jahren einen Neubau“. Volker Reeh (CSU) kritisierte, dass „das Geltinger Feuerwehrhaus doch gerade erst saniert worden ist“. Was Stowasser entkräftete: „Wir haben es lediglich in einen Zustand gebracht, damit es für diejenigen, die Dienst tun, nicht mehr lebensgefährlich ist.“ Ferner einigte sich das Gremium auf die Anschaffung einer zweiten Drehleiter. Ausschlaggebend ist, dass mit dem in Gartenberg stationierten Fahrzeug Hochhäuser im Stadtteil Stein nicht in der geforderten Zeit erreicht werden können. Mit der Ausschreibung will die Stadt noch warten. Grund hierfür ist das Preiskartell der Hersteller. Hans Hopfner (SPD) wollte ob der angespannten Personalsituation bei der Wache Süd wissen, ob die Brandbekämpfer dort die Drehleiter überhaupt bedienen könnten. „Die Feuerwehrschule Geretsried wird die Maschinisten in einem einwöchigen Kurs schulen“, antwortete Kommandant Robert Korndörfer. Zudem soll das im letzten Jahr durch einen alkoholisierten Feuerwehrler bei einem Einsatz zu Schrott gefahrene Fahrzeug ersetzt werden. rf

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