Neue Büros im Rathaus

Geretsrieder Stadtrat stimmt Modernisierung zu – Kosten: 200.000 Euro

Geretsrieder Rathaus
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Das Geretsrieder Rathaus steht unter Denkmalschutz.

Geretsried – Die Stadtverwaltung rechnet in den kommenden Jahren mit einem deutlichen Mehrbedarf an Einzelarbeitsplätzen sowie kleinen Besprechungseinheiten. Der Stadtrat stimmte deshalb einem Ausbau des Dachgeschosses zu.

„Allein dieses Jahr sind zwölf zusätzliche Einzelarbeitsplätze angemeldet worden“, erklärte Christoph Otawa vom Bauamt. Laut einer Bestandsanalyse der Königsdorfer Architektin Luise Seemayer muss das Dach des unter Denkmalschutz stehenden Rathauses ohnehin saniert werden. „Es ist undicht und muss bei Schneefall geräumt werden“, stellte sie fest.

Bereits 2014 schlug sie vor, das Dach anzuheben, um die nötige Raumhöhe zu erreichen. Da das Denkmalamt jedoch diesen Vorschlag abgelehnt hat, sind nun Dachgauben und eine geringere Raumerhöhung vorgesehen. Neben der Erneuerung der Dachkonstruktion muss auch eine Brandmauer zum Bereich des Sitzungssaals ausgerichtet werden. Wo einst das Heimatmuseum untergebracht war, wäre nun dank der Dachgauben Platz für 25 Arbeitsplätze in zwei voneinander getrennten Großraumbüros. Ergänzend sollen eine Teeküche und ein Einzelbüro eingerichtet werden.

Seemayer rechnet mit Gesamtkosten von knapp 1,5 Millionen Euro. „Die energetische Sanierung wäre förderfähig“, erklärte die Architektin. Dr. Elmar Immertreu (Geretsrieder Liste) plädierte in diesem Zusammenhang für die Errichtung einer Photovoltaikanlage. Fraktionskollege Patrik Kohlert wünscht sich mehr Besprechungsräume. „Wenn der Trend zum Homeoffice so weitergeht, wäre dies sicherlich sinnvoll“, erklärte Kohlert. Der Stadtrat befürwortete anschließend einstimmig, dem Architekturbüro Seemayer mit der Genehmigungsplanung zu beauftragen. Wie berichtet, sind in der Haushaltsplanung 2021 vorerst 200.000 Euro für die Planungen zum Dachgeschossausbau des Rathauses eingestellt.

Peter Herrmann

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