Hallenbadbau wird teurer

Stadtrat vergibt Aufträge für Fliesen- und Estricharbeiten

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Der Bau des neuen Hallenbads wird nach den jüngsten Auftragsvergaben um rund 190.000 Euro teurer.

Geretsried – Vor zwei Monaten vergab der Stadtrat die Aufträge des zweiten „Lospaktes“ für den Bau des interkommunalen Hallenbads. Dabei kam es vor allem bei der Ausschreibung des Gewerks Estrich und Fliesen zu einer gewaltigen Kostenexplosion, sodass die Arbeiten nun zweigeteilt ausgeschrieben wurden.

Damals kam es gegenüber der ursprünglichen Schätzung von 597.000 Euro zu einer Kostensteigerung um mehr als 61 Prozent auf knapp 1 Million Euro. Stadtarchitekt Christian Müller empfahl dem Stadtrat deshalb, das Gewerk zweigeteilt auszuschreiben, um die Kosten zu senken. Dies gelang auch tatsächlich bei den Estricharbeiten, die zu einem Preis von rund 230.000 Euro an die Firma Elmas Fußbodentechnik GmbH aus Landsberg/Saale vergeben wurden. Teuer kommen jedoch nach wie vor die Fliesenarbeiten. Sie werden von der Firma Fliesen Röhlich GmbH aus Wendelstein zu einem Preis von rund 556.000 Euro erledigt. Insgesamt ergeben sich dadurch bei den Fliesen- und Estricharbeiten Mehrkosten von 138.240 Euro. Hinzu kommen bei den Lospaketen 1 und 2 vereinbarte Nachträge in Höhe von 71.954 Euro. Dies wiederum bedeutet eine Erhöhung der Gesamtbaukosten des interkommunalen Hallenbads. Wurden im Oktober 2017 noch 15,3 Millionen Euro dafür veranschlagt, waren es bei der Grundsteinlegung im September 2018 bereits 16,18 Millionen Euro. Nun am Ende des Jahres sind es 16,37 Millionen Euro. Der Stadtrat beschloss die Vergabe der Fliesen- und Estricharbeiten einstimmig. Zudem gab Thomas Kaltenmark vom Stuttgarter Ingenieurbüro Klotz und Partner in der jüngsten Stadtratssitzung eine geringfügige Verzögerung im Zeitplan bekannt. So wird der Rohbau voraussichtlich erst im August 2019 fertiggestellt sein, sodass die Eröffnung nicht wie geplant im Frühjahr 2020 sondern voraussichtlich erst im Juli 2020 stattfinden wird.Peter Herrmann

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