Stadtrat will Tölzer Stadtteil in den nächsten Jahren touristisch anpassen

Sanierung des „Bäderviertels“

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Nicht überall im Tölzer Badeteil sieht es so einladend aus wie am Max-Höfler-Platz. Die Stadt will in den nächsten Jahren mit einem Gesamtkonzept die Missstände in anderen Straßenteilen bereinigen.

Bad Tölz – Die seit vielen Jahren anstehende Umwandlung des Tölzer Badeteils in Eigentumswohnungen oder gar in unschöne Leerstände ist der Stadtverwaltung und dem Stadtrat schon lange ein Dorn im Auge. jetzt will sich die Stadt dem gesamten Gebiet widmen.

Mehrere Areale, besonders jene der Jodquellen-AG hat die Stadt mit Bebauungsplänen oder mit Veränderungssperren überzogen, um die Hand für die weitere Entwicklung drauf zu haben. Das Sanierungsgebiet wurde mit „Bäderviertel“ bezeichnet, was im Stadtrat als etwas unglücklich angesehen wurde, weil der umstrittene Bebauungsplan des einstigen Alpamare-Freizeitzentrums und des Jodquellenhofes den gleichen Namen trägt.

Die Planungen sind nicht neu und laufen bereits seit 2015. Dabei wurde ein „Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK)“, wie es in der Fachsprache heißt, erstellt, das in der nächsten Stadtratssitzung im Februar verabschiedet werden soll.

Wesentliche Aufgabe ist dabei die Weiterentwicklung des ganzen Stadtteils, um dem touristischen und gesellschaftlichen Strukturwandels zu entsprechen. Missstände, wie etwa das nicht mehr existierende Alpamare, der leerstehende Jodquellenhof, die Wandelhalle mit den privaten Parkplätzen, das Bruckfeld und die Leerstände in der Badstraße machten Handeln dringend notwendig. In der Verwaltung ist man sich auch im klaren, dass eine starke Nachfrage nach mittel- und hochpreisigem Wohnraum deutlich erkennbar ist, was, wenn hier nicht sinnvoll gesteuert wird, zu einer Überalterung der Bevölkerung führen würde.

Konkrete Maßnahmen hat man allerdings noch nicht im Auge. Erster Schritt vor der tatsächlichen Definition der Sanierungsziele ist die Durchführung von „vorbereitenden Untersuchungen“, wie es in der Verwaltungsvorlage heißt. Hat man dann ein Konzept vor Augen, müssen erst die Fördervoraussetzungen für die Realisierung im Sinne der Städtebauförderung geschaffen werden. Bis das Badeteil in neuem Licht erstrahlt, werden also noch einige Jahre ins Land ziehen.wbr

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