Geretsried will noch grüner werden

Zum Tag der Städtebauförderung: Aktion „StadtGrün naturnah“ ruft Bürger zum Mitmachen auf 

Wiese in Geretsried an der Straße
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Es grünt so grün: Geretsried ist eine von bundesweit 14 Kommunen, die vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ für das Label „StadtGrün naturnah“ ausgewählt wurde.
  • Daniel Wegscheider
    vonDaniel Wegscheider
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Geretsried – Am Freitag, 8. Mai, feiern Bund, Länder und Kommunen gemeinsam das Jubiläum „50 Jahre Städtebauförderung”.

Auch in Geretsried setzt sich das Quartiersmanagement für Nachhaltigkeit und Umweltschutz ein. Im Rahmen des Programms “StadtGrün Naturnah” entstehen an mehreren Orten Blühwiesen. Im Rahmen der Städtebauförderung ist die Stadt Geretsried mit den drei Quartieren Johannisplatz, Neuer Platz und Stein Mitglied im Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt”. Hier werden in einem offenen Planungsprozess Ansatzpunkte und nachhaltige Lösungen zu den städtebaulichen und sozioökonomischen Herausforderungen gesucht und vorangebracht.

Das Quartiersmanagement besteht aus Akteuren aus den verschiedenen Bereichen der Verwaltung, der lokalen Politik, der privaten Wirtschaft, der lokalen Vereine und der nicht organisierten Anwohnerinnen und Anwohnern – vor allem letztere sollen zur eigenverantwortlichen Teilnahme am Verbesserungsprozess ihres Quartiers aktiviert werden.

Das Förderprogramm von Bund und Land wurde mittlerweile in „Sozialer Zusammenhalt“ umbenannt. Wie die für Geretsried zuständige Behörde, die Regierung von Oberbayern, mitgeteilt hat, sind zwischen 2008 und 2019 insgesamt knapp über vier Millionen Euro Fördergelder nach Geretsried geflossen um sowohl bauliche Maßnahmen als auch soziale Aktivitäten in der Stadt zu unterstützen. Große Hoffnungen werden auch in Bezug auf den angestrebten Bau des Bürger- und Jugendzentrum in Stein gelegt, der wohl nur mit Fördermitteln realisierbar sein wird.

Der Tag der Städtebauförderung am 8. Mai ist normalerweise ein Aktionstag, an dem die Städte und Quartiere ihre Projekte und Planungen vorstellen. Dieser Aktionstag wurde in Geretsried pandemiebedingt auf den 9. Oktober verschoben, doch das Quartiersmanagement in Geretsried nutzt die Gelegenheit trotz allem, um sich auf den nahenden Sommer einzustellen und seine grünen Projekte voranzutreiben.

Blüh-Oasen für heimische Pflanzen

„Denn auch in Geretsried setzt sich das Quartiersmanagement für Nachhaltigkeit und Umweltschutz ein“, berichtet Rudi Mühlhans, Geschäftsführer des Trägervereins Jugend- und Sozialarbeit Geretsried. Im Rahmen des Programms “StadtGrün naturnah” entstehen an mehreren Orten Blühwiesen mit einer bunten Mischung von heimischen Pflanzen und Blüten. „Diese Wiesen sehen nicht nur schön aus, sondern tragen gleichzeitig zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei und bieten eine Nahrungsquelle und Lebensraum für viele heimische Tierarten“, berichtet Mühlhans weiter.

Am Hochbeet in Stein und an den Trögen der “Essbaren Stadt” am Johannisplatz haben alle Bewohner nun die Möglichkeit, „nach Lust und Laune mitzugärtnern“, erklärt der Geschäftsführer des Trägervereins. Also zu pflanzen, zu ernten und sich dort auch einfach nur zu treffen. „Kräuter, essbare Blüten, Gemüse, Beeren – hier ist für alle etwas dabei.“ Geretsrieds Bürger, die sich beteiligen möchten, können entweder mit ihrer eigener Ausstattung anrücken oder sich beim Quartiersmanagement melden, um sich dort Samen, Pflanzen und Geräte zu besorgen.

Willkommen im Insektenhotel

Neben heimischer und essbarer Pflanzenvielfalt komme auch die Tierwelt nicht zu kurz, so finden etwa Wildbienen, Grab- und Schlupfwespen, Blumenwanzen, Schwebfliegen, Raub- und Marienkäfer sowie viele weitere Insektenarten Unterschlupf und Nistplätze in unseren Insektenhotels.

Mühlhans sagt: „Die verschiedenen Projekte in den Geretsrieder Quartieren teilen sich einen gemeinsamen Ansatz: alle können sich beteiligen, gemeinschaftlich gärtnern und ernten und die Beete und Tröge als Treffpunkt nutzen.“

Die Städtebauförderung ist eine zentrale Säule der Stadtentwicklung des Bundes und unterstützt seit 1971 Städte und Gemeinden dabei, baulichen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen zu begegnen. Das Besondere an ihrer Erfolgsgeschichte ist das quartiersbezogene und integrierte Programm, das sich laufend an vielfältige neue Herausforderungen anpasst und dabei immer einfacher, flexibler und grüner geworden ist.

Für Infos, Ideen und Unterstützungsanfragen zur städtischen Pflanzaktion können Bürger das Quartiersmanagement unter Tel: 08171/926 65 35 kontaktieren. Mehr über das Label „StadtGrün naturnah“ gibt es zudem auf der Webseite: www.stadtgruen-naturnah.de.

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