Sporteln statt grasen

Standort für neue Königsdorfer Turnhalle steht fest

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Einstimmig beschlossen die Gemeinderäte in ihrer letzten Sitzung, das Areal südlich des jetzigen Allwetterplatzes – zwischen Sedlmeierstraße und Mooseuracher Straße mit einer Turnhalle zu bebauen.

Königsdorf – Die Grund- und Mittelschule Königsdorf braucht dringend eine neue Turnhalle: Der jetzige Bau stammt nämlich aus den 1970er-Jahren. Und künftig sind 14 Klassen in der Schule unterzubringen. Einstimmig beschlossen die Gemeinderäte nun, das Areal südlich des jetzigen Allwetterplatzes – zwischen Sedlmeierstraße und Mooseuracher Straße mit einer doppelt so großen Turnhalle zu bebauen.

Noch grasen im Sommer auf der Wiese die Pferde. Das soll sich nach dem Willen des Königsdorfer Gemeinderates aber bald ändern. Noch in der jetzigen Legislaturperiode sollen die Pläne für einen Turnhallenneubau dort Gestalt annehmen. Das Architekturbüro Lück war mit der Besichtigung zweier Standorte beauftragt worden – zum einen eben der Fläche südlich des Allwetterplatzes.

Alternativ erwogen die Gemeinderäte, den Eisplatz aufzugeben und stattdessen mit einer Turnhalle zu bebauen. Neben wenigen Vorteilen lagen die Nachteile auf der Hand. Zwar hätte diese Variante die Möglichkeit geboten, einen Durchgang zum Bestandsgebäude zu errichten, wodurch die Schüler trockenen Fußes in die Turnhalle hätten gelangen können. Gegen den Standort sprach „der Eisplatz als Dorfmittelpunkt, als Ort der Begegnung“, so Gemeinderätin Marlies Woisetschläger von der Unabhängiger Bürgerliste (UBL). Auch beraube man sich damit der Möglichkeit, Schule und oder Kindergarten einmal zu erweitern, warf Rainer Kopnicky (CSU) ein. Ein weiteres Argument gegen den Eisplatz sahen die Gemeinderäte in der des Kindergartens.

Dieses Argument spielte augenscheinlich bei der Entscheidung für das Areal südlich des Allwetterplatzes keine Rolle. Lediglich Hans Hartl (Parteifrei) gab zu bedenken, dass die Verschattung, auch Lärmbelastung, die im anderen Fall in erster Linie den Kindergarten beträfe, gleichermaßen für die Nachbarn vor allem an der Mooseuracher Straße gelte. Man werde schon darauf achten, dass der Bau nicht überdimensioniert werde, entkräftete Luise Seemayer (CSU). Zudem gebe es vielleicht Möglichkeiten, „bei der Errichtung mehr in den Boden reinzugehen“, so die Überlegung von Kopnicky. Auch werde man dafür sorgen, dass so wenig Lärm wie möglich nach außen dringe, versprach Bürgermeister Anton Demmel. Auch sahen Demmel und die Gemeinderäte die bestehenden Altlasten nicht nur als Nachteil, sondern auch als Chance, „die Fläche endlich zu sanieren.“

Intensiv diskutiert wurde ebenfalls die Situation der Parkplätze und der Zufahrten zur Schule und zur bestehenden wie künftigen Turnhalle, die ausserhalb der Schulzeit auch von Vereinen genutzt wird. Eine Auslagerung der Turnhalle südlich des Allwetterplatzes böte laut Woisetschläger bessere Möglichkeiten für das Abstellen von Fahrzeugen und entlaste den Kern zwischen Schule und Kindergarten. Was die relativ große Entfernung zur Schule anginge – mehr als 120 Meter – sei auch hier eine Überdachung in fernerer Zukunft denkbar. Schließlich sei der Bau der Turnhalle nur ein erster Schritt.

Einig und erleichtert waren sich alle Gemeinderäte, endlich eine Lösung gefunden zu haben. Laut Gemeinderat Bernhard Woisetschläger (UBL) ist die Zeit des „Halt mal“ und „Schaun mer mal“ vorbei. Jetzt gelte es, nach der Standortwahl zügig in die weiteren Planungs- und Bauvorbereitungen zu gehen. Sandra Gerbich

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