„Wollen keine Einzelkämpfer sein“

CSU stellt ihr Kommunalwahlprogramm vor

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Setzen auf eine nachhaltige Stadtentwicklung (v. l.): Kulturreferent Alfred Fraas, Bürgermeisterkandidat Günther Eibl und CSU-Stadtrat Peter Plößl.

Wolfratshausen – Die Verkehrssituation in Neufahrn ist heikel. Fußgänger und Autofasdit 200 Unterschriften. „Das ist ein ganz schönes Pfund“, kommentierte Bürgermeister Hubert Oberhauser.

Optimistisch gaben sich Bürgermeisterkandidat Günther Eibl sowie seine Stadtratskollegen Alfred Fraas und Peter Plößl bei der Vorstellung des Wahlprogramms der CSU im Wirtshaus Flößerei. Um die darin enthaltenen Zielsetzungen zu verwirklichen, setzt die Partei auch auf die Zusammenarbeit mit den anderen Stadtratsfraktionen.

Bevor Eibl ins Detail ging, zog sein Vorgänger für die Bürgermeisterkandidatur eine positive Bilanz. „Wir konnten viele Punkte unseres Wahlprogramms von 2014 umsetzen, obwohl ich nicht den Bürgermeistersessel erobern konnte“, zeigte sich Plößl zufrieden. Er verwies auf die Zusammenarbeit mit anderen Fraktionen, durch die unter anderem der Soccer-Five-Platz in Waldram, eine Verbesserung im Stadtbusverkehr sowie die Aufnahme der Untertunnelung an der Sauerlacher Straße in die S-Bahn-Verlängerungspläne realisiert werden konnte. „Wir wollen keine Einzelkämpfer sein, sondern reichen anderen die Hand“, stellte der pensionierte Gymnasiallehrer klar. Dennoch bedürfe es eines neuen Bürgermeisters.

Günther Eibl nahm die Steilvorlage auf und erläuterte das Wahlprogramm für die kommende Legislaturperiode. So wollen sich die Christsozialen zunächst für die Förderung der Dachmarke „Flößerstadt“ einsetzen. Dazu gehört beispielsweise die Schaffung eines familienfreundlichen Flussbades an der Loisach. Auf einen genauen Standort will sich die Partei dabei nicht festlegen, zumal sie hier auf Bürgervorschläge hofft. Konkreter ist die von Alfred Fraas schon in einigen Stadtratssitzungen vorgeschlagene Idee, die Floßrutsche am Kastenmühlwehr wieder zu ertüchtigen und somit Floßfahrten in Wolfratshausen zu ermöglichen. In puncto Verkehrsentwicklung, Umwelt und Natur setzt die CSU auf eine Reduzierung des Parksuchverkehrs, hohe Fußgänger- und Radfahrersicherheit sowie eine „Flächenentsiegelung“. „Wertvolle Biotope und Grünflächen sollen erhalten bleiben“, stellt Eibl klar. Diese Zielsetzung sei durchaus mit einer starken Wirtschaftsförderung vereinbaren, wenn sie mit einem umfassenden Ausbau der Digitalisierung einhergeht. Eibl will sich hier unter anderem für Technologietransfers mit den Wolfratshauser Partner- und Freundschaftsstädten sowie für eine Erweiterung des Glasfasernetzes engagieren. Als dringend erforderlich erachtet die CSU die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den benachbarten Kommunen und eine flexiblere Gestaltung der Kinderbetreuung, die berufstätigen Eltern mehr entgegenkomme. Kein Wahlkampfthema ist dagegen das umstrittene Surfwellen-Projekt in Weidach. Stattdessen werden unter dem Oberpunkt „Sport und Kultur“ die Errichtung eines Lehrschwimmbeckens, der Bau einer modernen Dreifachturnhalle sowie Outdoor-Sporteinrichtungen wie beispielsweise Fitness-Pfad oder ein Pumptrack für Mountainbikes erwähnt.

Peter Herrmann

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Info: Das komplette Wahlprogramm der CSU ist auf der von Udo Klünsch gestalteten Website www.csu-wolfratshausen.bayern abrufbar.

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