Ortsgruppenleiter Klaus Ciecior setzt auf umfassende Ausbildung

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Neben Landrat Josef Niedermaier (l.) und Bürgermeister Michael Müller (2. v. l.) kamen auch viele andere Frauen und Männer aus der Kommunalpolitik zur THW-Jahreshauptversammlung.

Geretsried – Ob Hochwasserschutz, die Versorgung von Unfallopfern, Übungen, Ordnungsdienste oder kräftezehrende Schneeräumaktionen – der Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) hat im vergangenen Jahr erneut seine Vielseitigkeit bewiesen. Im Rahmen der jüngsten Jahreshauptversammlung legte Ortsgruppenleiter Klaus Ciecior einen umfassenden Rechenschaftsbericht vor.

So leisteten die derzeit 48 aktiven Helfer über 12.935 Stunden und übertrafen damit den Vorjahreswert deutlich. „Insgesamt kamen 304 Dienste an 181 Tage zusammen“, berichtete Ciecior. Ebenso wie bei den Feuerwehren und dem Bayerischen Roten Kreuz waren es vor allem die starken Schneefälle im Januar 2019, die die Einsatzkräfte auf Trab hielten. „Wir hatten so viel zu tun, dass wir fast vergessen hätten, unser eigenes Dach zu räumen“, sagte Ciecior. In den folgenden Monaten stand die Umgestaltung der Geretsrieder THW-Zentrale an. So wurde dort ein neuer Raum für Leitungs- und Koordinierungsstäbe (LuK) sowie eine Ausbildungswerkstatt eingerichtet.

Um Platz zu schafften, musste sogar ein 4,2 Tonnen schwerer Tresor entfernt werden. „Das würde uns jetzt schon interessieren, was da drin war“, zeigte sich Landrat Josef Niedermaier neugierig. Ciecior blieb ihm und den rund 70 Gästen – darunter der Geretsrieder Bürgermeister Michael Müller, Stadt- und Kreisräte sowie Delegation des BRK, der Feuerwehren und der DLRG – eine detaillierte Antwort schuldig. „Die Berufsfeuerwehr München hat ihn für eine Übung abgeholt“, fasst sich Ciecior kurz. 

Weniger anstrengend waren die THW-Einsätze beim Firmenlauf im Sommer, bei einer Ferienpassaktion sowie bei der verregneten Sandsack-Challenge im Herbst. Letztere fand zeitgleich an 70 bayerischen Orten statt. Ziel war es, durch das Befüllen von Sandsäcken das Bewusstsein für die THW-Rettungsaktionen bei Hochwasserkatastrophen zu schärfen. In Erinnerung blieb Ciecior zudem die THW-Übung in einem Abbruchhaus an der Egerlandstraße. Ohnehin soll die Ausbildung in diesem Jahr forciert werden. „Es wird definitiv nicht langweilig werden“, versprach Lina Wussow. Die stellvertretende THW-Regionalstellenleiterin lobte ebenso wie Landrat Josef Niedermaier und der Geretsrieder Bürgermeister Michael Müller das ehrenamtliche Engagement der Helfer. „Ich danke euch für die Bereitschaft, sich in der Ausbildung immer weiterzuentwickeln, und für die Begeisterung, sich neuen Herausforderungen zu stellen“, zollte Niedermaier Respekt.

Am Ende der Jahreshauptversammlung ehrte er den ehemaligen Ortsvorsitzenden Erich Schöftlmair für dessen 40-jährige THW-Mitgliedschaft. Frank Hartling und Michael Weissenbach erhielten das Helferzeichen in Gold mit Kranz. Das Helferzeichen in Gold durfte Markus Mehnert in Empfang nehmen. Peter Herrmann

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