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Geretsried: Stephan Eppinger Quartett variiert Stücke der Fab Four

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Von: Peter Herrmann

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Stephan Eppinger Quartett
Bewiesen Mut zur Improvisation: (v.l.) Bernd Hess, Ludwig Leininger, Stephan Eppinger und Norbert Nagel. © Peter Herrmann

Geretsried – Beatles meet Jazz: Mit neu komponierten Stücken brachte das Quartett einen spannenden und abwechslungsreichen Bogen auf die Bühne.

Ein etwas größeres Wohnzimmer hätte wohl gereicht für die rund 20 Besucher des dritten Konzerts der „Jazz dahoam“-Reihe. Das Stephan Eppinger Quartett bat die Zuhörer deshalb darum, im nahezu leeren Ratsstubensaal etwas näher zur Bühne zu rücken.

Mit der ruhigen Nummer „A Day in Spring“ eröffneten Stephan Eppinger (Drums und Akkordeon), Norbert Nagel (Saxofon), Bernd Hess (Gitarre) und Ludwig Leininger (Kontrabass) den musikalischen Frühschoppen. „Je unausgeschlafener man ist, desto leichter lässt sich so was spielen“, erklärte Eppinger lachend. Der vielseitige Jazz-Komponist und Arrangeur entwickelte in seiner langjährigen Musikkarriere eine Vorliebe für die Songs der Beatles, die er neben seinen Eigenkompositionen variantenreich zu interpretieren wusste. So ließ Eppinger beim Song „Blackbird“ sogar per Playback Vogelgezwitscher ertönen und überraschte mit einer schwungvollen Coverversion von „Eleanor Rigby“.

Geretsrieder Jazz dahoam: Stephan Eppinger Quartett variiert Stücke der Fab Four

Interessant klang auch die Fusion von Jazz und Egerländer Volksmusikelementen in „Salz und Pfeffer“. Zwischendurch gab Saxofonist Norbert Nagel, der einst in der Band von Max Greger sein Können zeigte, eine Eigenkomposition zum Besten. Ebenfalls bemerkenswert: Kontrabassist Ludwig Leininger spielte an diesem Sonntagvormittag zum ersten Mal in der Gruppe und ließ in keiner Phase Abstimmungsprobleme erkennen.

Seit vielen Jahren zum Quartett gehört dagegen Bernd Hess, der ebenso wie Eppinger in Dießen am Ammersee lebt. Sein Gitarrenspiel prägte die BeBop-Nummer „Please don’t go, when I talk about me“. Dafür und für die vom Publikum lautstark geforderte Zugabe „Yakety Sax“ gab‘s auch viel Applaus von Volker Witte. Der Grünen-Stadtrat kam vor allem in die Ratsstuben, um Stephan Eppinger wieder zu sehen. „Er hat vor vielen Jahren in meinem damaligen Musiklokal ,Korkenzieher“ gespielt und mich begeistert“, berichtete Witte.

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