Stichwahl in Icking

Duell zwischen Verena Reithmann (UBI) und Laura Beckerath-Leismüller (Grüne)

+
Verena Reithmann (UBI) geht in die Stichwahl. Gratulationen zum Etappensieg gab’s von Cornelia Zechmeister, die als Drittplatzierte aus dem Rennen ist, als Bauamtsleiterin dem Ickinger Rathaus aber erhalten bleibt. 

Icking – Für die Bürgermeisterwahl müssen die Einwohner von Icking in zwei Wochen nochmal ran: diesmal per verordneter Briefwahl, denn in Zeiten von Corona sind die Wahlurnen in der Stichwahl abgeschafft. Keine der vier Kandidatinnen schaffte es am Sonntag, mehr als 50 Prozent der Stimmen zu holen und einen Durchmarsch hinzulegen. Deshalb gibt es eine Stichwahl zwischen Verena Reithmann von der Unabhängigen Bürgerliste Icking (UBI) und Laura von Beckerath-Leismüller von den Grünen.

Um 19.05 Uhr war es soweit: Kämmerer und Wahlleiter Stefan Fischer trat vor das Rathaus und gab das Ergebnis bekannt. Reithmann liegt mit 41,59 Prozent deutlich vor Beckerath-Leismüller mit 30,42 Prozent. Für die anderen zwei Kandidatinnen ist das Rennen vorbei. Cornelia Zechmeister, die von der Parteifreien Wählergemeinschaft (PWG) unterstützt wird, kam mit 20,6 Prozent auf Platz drei. Schlusslicht war Beatrice Wagner (SPD) mit 7,39 Prozent.

Die Wahlbeteiligung lag bei hohen 72,58 Prozent. Von 2877 wahlberechtigten Ickingern haben 2088 eine gültige Stimme abgegeben.

Am Wahlsonntag war Verena Reithmann nach eigenem Bekunden doch „erheblich der Puls gegangen“, so dass ihr die erwachsenen Töchter „Musik und Tanz“ als Gegenmittel verordnet hätten. Jetzt freue sie sich, in die Stichwahl zu kommen. Sie erklärte, bis dahin „einiges an Arbeit“ vor sich zu haben, um den Wählern deutlich zu machen, „dass die UBI auch für Veränderung steht“. „Wir wissen, wieviel wir in den letzten sechs Jahren geleistet haben.“ Beckerath-Leismüller war zuhause bei den Kindern geblieben. Das Ergebnis zeige, dass die Ickinger einen Wechsel wollten. „Auf Anhieb gut ein Drittel der Stimmen, das macht mich stolz“, sagte sie am Telefon. Jetzt wünscht sie sich, dass es in zwei Wochen „noch besser läuft“. Neben Reithmann war noch Cornelia Zechmeister vor Ort, die als Drittplatzierte den Kopf nicht hängen ließ. „Ich hätte mir schon gewünscht, in die Stichwahl zu kommen, aber die Tendenz ist halt, eine Einheimische zu wählen“, sagte die Pullacherin, die als Ickinger Bauamtsleiterin dem Rathaus trotzdem erhalten bleibt. Beatrice Wagner, die mit einigen Getreuen im Dorfener „Sterngucker“ zusammensaß, machte aus ihrer Enttäuschung keinen Hehl: „Mit diesem mageren Ergebnis habe ich nicht gerechnet“, sagte die SPD-Kandidatin. Sie habe gehofft, über eine Persönlichkeitswahl mehr Stimmen zu holen, wenn schon ihre Partei zur Zeit schlecht abschneide. Mit ihrer politischen Arbeit und dem Bund Naturschutz will sie trotzdem weitermachen. Susanne Hauck

Auch interessant

Meistgelesen

Errichtung von drei Mehrfamilienhäusern in Gelting verzögert sich
Errichtung von drei Mehrfamilienhäusern in Gelting verzögert sich
Bauausschuss gibt grünes Licht für Pizza-Service am Karl-Lederer-Platz
Bauausschuss gibt grünes Licht für Pizza-Service am Karl-Lederer-Platz
Zahl der Coronafälle steigt: Nordlandkreis stärker betroffen 
Zahl der Coronafälle steigt: Nordlandkreis stärker betroffen 
Interview: Dr. Helgard van Hüllen vom Weissen Ring zur Corona-Krise
Interview: Dr. Helgard van Hüllen vom Weissen Ring zur Corona-Krise

Kommentare