Straßensanierungen im Blumenviertel

Astern- und Enzianweg erhalten neue Oberfläche

Marode Oberflächen: Am Enzian- und Asternweg besteht Handlungsbedarf. Foto: Peter Herrmann

Geretsried – Die Fahrbahnen des Astern- und Enzianwegs gleichen einem Flickenteppich. Statt nur stellenweise Ausbesserungsarbeiten durchzuführen, entschloss sich der Bauausschuss nun zu umfangreichen Sanierungsmaßnahmen, die etwa 352.500 Euro kosten werden.

Nach den Osterferien verlegen die Stadtwerke im Enzian- und Asternweg neue Kanal- und Wasserleitungen. Ist dies geschehen, will die Stadt die ramponierten Oberflächen sanieren. Projektleiter Achim Ignatow vom Ingenieurbüro „ing München-West“ stellte den Bau- und Umweltausschuss jüngst den Sachstand der Planungen vor.

„Die Fahrbahnen sind marode: Da besteht dringender Handlungsbedarf“, schickte Ignatow voraus. So sollen auf dem 180 Meter langen und sechs Meter breiten Asternweg sowie auf dem 210 Meter langen und sechs Meter breiten Enzianweg dreizeilige Randeinfassungen aus Granit erstellt werden. „Die Entwässerung erfolgt über Absetzschächte und Rohrrigolen“, versicherte der Ingenieur. Zudem präsentierte er eine detaillierte Kostenschätzung für die einzelnen Maßnahmen. Demnach müssen für die Baustelleneinrichtung und Verkehrssicherung rund 29.000 Euro investiert werden. Die Entwässerung wird 53.000, die Pflasterarbeiten 89.000, die Asphaltierung 12.000 und die Entsorgung von überschüssigem Aushubmaterial 24.000 Euro kosten. Für die Kampfmittel- und Baugrunduntersuchung sowie für die Versicherung wird mit weiteren 7.500 Euro gerechnet.

Das Gremium sprach sich zudem für eine Durchgrünung mit Bäumen aus, die zur Verkehrsberuhigung beitragen sollen. „Das sollen Wohnwege bleiben und keine Autobahnen werden“, unterstrich Stadtbaurat Rainer Goldstein. Franz Wirtensohn (CSU) äußerte indes Bedenken, ob die von Ignatow vorgestellten Maßnahmen für die angestrebte Verkehrsberuhigung ausreichen. Er plädierte für das Aufstellen von Radarfallen: „Das hätte noch mehr Wirkung“, ist sich der Geltinger sicher. Der Bau- und Umwelt bewilligte schließlich mehrheitlich die vorgestellte Straßensanierungsplanung. Einzig Arthur Wolfseher (SPD) stimmte dagegen. Die Oberflächenherstellung wird voraussichtlich im Spätsommer erfolgen. Peter Herrmann

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