Streichung bringt nichts

Die Streichung einer Zulassungsstelle scheint endgültig vom Tisch zu sein. Foto: Fastner

Es zeichnet sich eine Beibehaltung der beiden Zulassungsstellen des Landratsamtes – in Bad Tölz und Wolfratshausen – ab. Zumindest wird so die Empfehlung der Verwaltung des Landratsamtes an den Kreisausschuss lauten. Das Gremium berät am kommenden Mittwoch (14 Uhr, Landratsamt) über die viel diskutierte Einsparmöglichkeit.

Im Zuge der Haushaltsberatungen für den Etat 2011 war die Streichung der Wolfratshauser (oder Tölzer) Kfz-Zulassungsstelle Thema der Kreispolitik geworden. Daraus resultierte gar eine Unterschriftensammlung in Wolfratshausen zum Erhalt der Außenstelle der Kreisbehörde. Und diese Mühen könnten womöglich im Sand verlaufen. Denn die Kostenersparnis fällt nicht so groß aus, wie von manchen gedacht. Untersucht wurden die Varianten Zusammenlegung der Zu-lassungsstellen im Landratsamt Bad Tölz (Alternative 1) als auch die Schaffung einer zentralen Zulassungsstelle im Großraum Geretsried/Wolfratshausen (Alternative 2). Bei beiden Optionen zeichnet sich laut Verwaltung die mögliche Streichung einer Planstelle ab. Diese ist aber ohnehin nur mit 0,75 Prozentanteilen besetzt. Bei jeder Lösung müssten zehn Arbeitsplätze geschaffen werden. Bei einer Schließung der Wolfratshauser Zulassungsstelle seien laut Kreisverwaltung gar Mindereinnahmen möglich: 15.000 Euro könnten wegfallen, da dann Abmeldungen und Zulassungen aus den Nachbarlandkreisen Starnberg und München entfallen könnten. Dabei könnte gerade dieser Bereich aufgrund gesetzlicher Änderungen ausgebaut werden – um der Kreiskasse mehr Geld einzubringen. Letztenendes verursacht die Altenative 1 Kosten in Höhe von 145.000 Euro, denen jährliche Einsparungen mit 45.000 Euro gegenüberstehen. Bei der Variante 2 (Zulassungsstelle Geretsried/Wolfratshausen) werden Kosten um 189.000 Euro (im ersten Jahr, sonst 80.000 Euro jährlich laufende Kosten) erwartet. Dem gegenüber stünden 52.000 Euro Einsparungen jährlich. Das Fazit der Verwaltung: „Beide Lösungen verursachen erhebliche Kosten, die durch personelle Einsparungen nur über Jahre hinweg kompensiert werden könnten.“ Und weiter heißt es: „Die Auflösung einer Zulassungsstelle sollte endgültig zu den Akten gelegt werden.“ Abschließend sind nun die Kreisräte gefragt.

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