Strafbefehl gegen Landtagsabgeordneten erlassen

Streitfall Grünen-Abgeordneter Urban gegen Google: Unfall nur vorgetäuscht?

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Echt oder vorgetäuscht: die Beweisbilder von Hans Urban vor dem Google-Street-View Auto.

Wolfratshausen/Eurasburg – Jetzt ist es amtlich: Das Amtsgericht Wolfratshausen hat einen Strafbefehl gegen den Landtagsabgeordneten Hans Urban (Grüne) erlassen. Richter Helmut Berger hat den Strafbefehl am Freitag unterzeichnet. Die offizielle Anklage lautet: „Nötigung in Tatmehrheit mit falscher Verdächtigung.“

Wie berichtet, hatte der 41-Jährige Eurasburger behauptet am 14. Oktober vergangenen Jahres auf seinem Bauernhof in Oberherrnhausen von einem Google-Street-View-Pkw „umgefahren“ worden zu sein. Urban sagte damals: „Er hat mich mit dem Auto langsam vor sich hergeschoben, bis ich gestolpert bin. Und das vor den Augen meiner Kinder“.

Landtagsabgeordnete erstattete gegen den Google-Fahrer Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung. Doch dann kam es zur Wende im strittigen Fall, die Dachkamera des Autos, zeigte nämlich ein anders Bild: laut Münchner Merkur/Isar-Loisachbote bestätigten die Ermittler, dass der Grünen-Politiker ein „Riesenschauspiel“ inszeniert habe. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hob der Bayerische Landtag die politische Immunität Urbans auf, um den Fall zu überprüfen. Dass ist inzwischen Geschehen. Zur Höhe des Strafbefehls wollte sich Richter Berg derzeit nicht äußern: Nach unbestätigten Informationen des GelbenBlatts soll der Strafbefehl auf 10.500 Euro ausgesetzt sein. dwe

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