Fahrgastzählungen starten

Studienauftakt zur Studie MVV-Verbunderweiterung

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Ob auch im Südlandkreis künftig der MVV-Tarif gilt, soll eine Studie zur Verbundraumerweiterung aufzeigen, zu der nun der Startschuss gefallen ist.

München/Landkreis – Ein lange erwarteter Moment: Am 7. Januar trafen sich Vertreter zahlreicher beteiligten Kommunen und des Freistaats zum Auftakttermin zur Studie „MVV-Verbunderweiterung“. Sie soll Aufschluss über einen Beitritt zahlreicher Landkreise in den Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (MVV) bringen. Die Koordination der Erweiterungsstudie übernimmt der Tölzer Landrat Josef Niedermaier.

Derzeit umfasst das Gebiet des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (MVV) eine Fläche von rund 5.530 Quadratkilometern. Schon in ein paar Jahren könnte sich diese Fläche nahezu verdoppelt haben. Denn zehn Landkreise und kreisfreie Städte beteiligen sich an der Studie, um ihren möglichen Beitritt zum MVV vorzubereiten. Hintergrund ist das veränderte Pendlerverhalten der Bürger. Legte der typische Berufspendler im Jahr der MVV-Gründung im Jahr 1972 täglich noch eher kurze Strecken innerhalb des Verbundraumes zurück, so pendeln mittlerweile immer mehr Berufstätige auch über Verbundgrenzen hinweg täglich weite Strecken. Genaue Daten dazu soll die Studie liefern und zeigen, ob und wie Pendler vom Verbundprinzip „1 Netz. 1 Fahrplan. 1 Tarif.“ profitieren können. Beim Auftakttermin in München stimmten Politik und Verwaltung der Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen (für den südlichen Teil), Miesbach, Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen, Landsberg, Landshut, Mühldorf und Rosenheim sowie der kreisfreien Städte Rosenheim und Landshut zusammen mit Vertretern des Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr, der Regierung von Oberbayern und der Bayerischen Eisenbahngesellschaft die weiteren Schritte sowie Organisation und Ablauf der Studie ab.

Die Ermittlung der Grundlagen für einen MVV-Beitritt der beteiligten Kommunen setzt umfangreiche Fahrgastzählungen voraus, die in den kommenden Jahren Stück für Stück durchgeführt werden. Mit Ergebnissen ist sukzessive ab 2022 zu rechnen. Danach können die Kommunen entscheiden, ob sie dem MVV beitreten wollen. Landrat Niedermaier begrüßte den Start der Studie: „Die Verkehrswende ist nur gemeinsam und mit einem leistungsstarken Verbund wie dem MVV möglich.“ Mit der Verbundraumerweiterung (der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ist bereits zur Hälfte im MVV, d.Red.) „haben wir nun die Chance, mit einem Tarifsystem und einem Qualitätsstandard den öffentlichen Nahverkehr über Landkreisgrenzen hinweg zu organisieren. Das wird den öffentlichen Nahverkehr sehr viel attraktiver machen“. tka

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