Kaiserwetter am Stausee

Sylvenstein: Auf Entdeckungstour um türkisblauen See

Wanderung entlang des Sylvensteinspeichers
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Die Wanderung entlang des Sylvensteinspeichers ist facettenreich: fast karibisch schimmerndes Wasser, eine tolle Bergkulisse, kleine Wasserfälle und die Klamm laden zum Genießen ein.
  • Franca Winkler
    VonFranca Winkler
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Lenggries – Gemäß der Wetterprognose stand uns eine Wanderung bei Kaiserwetter bevor.

Genau so, hatte ich mir das erhofft, als ich die Wanderung um einen Teil des Sylvenstein-Stausees plante. Einem wundervollen Familienausflug im Rahmen unserer Serie „was tun mit den Kindern..?“ steht also Nichts im Wege. Unsere Tour starten wir im Ort Fall, der uns südlich des Sylvensteinspeichers nach Osten bis hin zur Walchenklamm und zur Bootsanlegestelle am See führt.

Der Sylvenstein-Stausee liegt etwa zwölf Kilometer entfernt von Lenggries und dient zum Hochwasserschutz des Isartals. Bereits auf der Fahrt haben wir von der Staumauer aus einen fantastischen Ausblick auf den grün-blau schimmernden See, doch zunächst liegt eine Wanderung von gut elf Kilometer vor uns.

Durch den Wald geht es höher hinauf bis wir auf etwa 800 Meter einen tollen und völlig ungewohnten Blick auf den Speichersee haben. Neben einer Lichtung haben wir den perfekten Platz für unser Picknick gefunden: ein niedriger Jägerstand, von dem aus alle vorbeiziehenden Wanderer aus gut zu beobachten sind. Kichernd freuen sich Luca und Nele, dass uns nur die Wenigsten entdecken und machen gleich Pläne für den Winter: „Da können wir heimlich Schneebälle werfen“, schlägt der Schelm Luca glucksend vor.

Fast karibisch schimmerndes Wasser gibt es am Sylvenstein-Stausee.

Als ich bei unserem Picknick erzähle, dass das frühere Dorf Fall direkt im Tal an der Isar lag und 1959 in den Fluten versank, wurde die Forscherin in der Grundschülerin geweckt. Ein neuer Freizeitwunsch wurde geweckt: „Mama, ich möchte tauchen lernen“, sagt Nele mit Nachdruck. Zu schade, dass der Mythos nicht stimmt, und keine Kirchturmspitze bei geringem Wasserstand des Sees herausragt.

Als wir nach der beeindruckenden Walchenklamm am See ankommen, sind die Schuhe der Kinder in gefühlten zwei Sekunden ausgezogen. Mit Genuss kühlen wir unsere heiß gelaufenen Füße in dem recht kühlen Wasser ab und beobachten dabei die Kanus auf dem Wasser. Welch perfekter Abschluss für eine wunderschöne Wanderung.

Für wen der Rückweg nach Fall zu lang ist, sollte gleich im Vorfeld einen Transport vom Parkplatz der Klamm zurück planen. Wer noch Kraft hat, kann nördlich vom Stausee, unterhalb des Brandkopf in Richtung Fall wandern. Zu meinem Erschrecken weißen einzelne Online-Portale einen 5 Kilometer langen Weg entlang der B 307 auf. Es gibt hier allerdings keinen Fußweg und auf der Straße zu laufen erachte ich bei den vielen Motorrad- oder Autofahrer als lebensgefährlich.

In der Reihe

„Was tun mit den Kindern..?“ begeben wir uns im Landkreis auf Suche nach Beschäftigungsideen für draußen und drinnen.

Lesen Sie hier weitere Beiträge zu Serie:

Geretsried: Keine Ausreden Hoch die Beine - Fit halten beim Bewegungsparkours;

Jachenau: Der Wasserfall-Pfad lädt zum Verweilen ein;

Bad Tölz: Wanderung entlang der Isar bis hinauf zum Kalvarienberg;

Wolfratshausen: Kinder können wie Künstler malen - Ein Online-Kurs der Jugendförderung;

Schäftlarn/Icking: Entlang des Isar-Naturpfades vom Kloster bis zum Wehr;

Wolfratshausen: Erlebnispfad im Bergwald für Forscher; Wolfi“ lädt ein, die Flößerei entlang der Loisach zu entdecken;

Lenggries: Rehe im Winterwald - Wanderung führt nah an Wildtiere heran; Natur-Erlebnis-Pfad mit QR-Quodes

Schäftlarn: Technik-Lehrpfad: Kinder oder Baumeister?;

Bad Heilbrunn: Der kleine, aber feine Kräuter-Park für Groß und Klein;

Wolfratshausen: Kreativität für Kleinkinder - Keramik bemalen bringt Freude;

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