Dunkelheit völlig unterschätzt

Teils schlecht ausgerüstet: Lenggrieser Bergwacht rettet mehrere Wanderer

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Drei Kinder und deren Vater rettete die Lenggrieser Bergwacht – die Familie war von der Dunkelheit überrascht worden.

Lenggries – Dunkelheit, Nässe und teils schlechte Ausrüstung: Keine guten Bedingungen für Wanderer. Doch genau wegen diesen Begelitumständen musste die Lenggrieser Bergwacht in der vergangenen Woche insgesamt zehn Wanderer am Brauneck retten.

Zuerst galt es drei Kinder und deren Vater vom Brauneck zu holen. Die Familie wollte eigentlich in der Tutzinger Hütte übernachten. Bei ihrer Wanderung dorthin wurden sie allerdings von dem hohen Anspruch der Bergtour, Kälte und Regen sowie der Dunkelheit überrascht. Gegen 17.40 Uhr alarmierte der Familienvater aus dem Raum Würzburg die Rettungskräfte. Die Familie hatte keine Stirnlampen bei sich und befand sich in der Nähe der Probstalm. Der Vater konnte den Standort gut beschreiben.

Sieben Einsatzkräfte der Bergwacht Lenggries machten sich zunächst mit den Einsatzfahrzeugen und dann zu Fuß auf den Weg und trafen etwa 50 Minuten nach der Alarmierung bei der Familie ein. Die Kinder im Alter von fünf, neun und elf Jahren waren wohlauf und unverletzt. Nach der Versorgung mit Tee und Essen durch die Bergretter begann der gemeinsame Abstieg über den Probstalm-Steig ins Längental. Dabei wurde vor allem großer Wert auf die Begleitung der Kinder gelegt, die sehr tapfer mitmachten und sich sogar mit Liedern und Scherzen bei Laune halten ließen. Die Dunkelheit sowie Nieselregen und das schwere Gepäck der Familie erschwerten den Abstieg. Nach etwa zwei Stunden im Längental angekommen, schliefen die Kinder im Bergwachtauto sofort ein, die Familie wurde über Nacht in einem Lenggrieser Hotel untergebracht.

Bereits einen Tag zuvor, am Sonntagabend, wurden sechs Wanderer von der Dunkelheit völlig überrascht und durch die Bergwacht Lenggries gerettet. Durch die Zeitumstellung auf die Winterzeit am Sonntag, kam die Dunkelheit für zwei Familien die am Staffel auf Wanderschaft waren noch früher als gedacht. Die Wandergruppe aus München hatte keine Stirnlampen dabei, war zudem nur mit Turnschuhen und ohne Jacken unterwegs. Zusätzlich hatte eine Person Schmerzen im Bein. Die Wanderer taten schließlich das richtige und wählten den Notruf. tka

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