Ausbildung mit Zukunft

Theorie und Praxis der Pflegefachkraft an Schule sowie Klinik vereint

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Die Pflege im Blick (v.l.): Ingo Kühn (Kreisklinik-Geschäftsführer), Michaela Fiedler-Adelhardt (Pflegeschule Penzberg), und Thomas Reichart (Personal- und Verwaltungsleiter an der Klinik).

Landkreis – Theorie und Praxis gehören seit jeher zusammen: Und so passiert es nun auch bei der Kooperation der Berufsfachschule für Pflege in Penzberg der Rummelsberger Diakonie und der Wolfratshauser Kreisklinik. Sie arbeiten zusammen und ergänzen sich bei der Ausbildung zum neuen Berufsbild der Pflegefachkraft. Der Job ist „krisenfest“, europaweit anerkannt und bietet gute Karrieremöglichkeiten.

Das wohl interessanteste an der seit Jahresbeginn eingeführten staatlichen Prüfung zur Pflegefachkraft ist die Zukunft: Einerseits ist sie laut Ingo Kühn „krisenfest“, da ist sich der Geschäftsführer der Kreisklinik Wolfratshausen sicher. Um die berufliche Sicherheit im Gesundheitsbereich weiß auch Michaela Fiedler-Adelhardt, stellvertretende Schulleiterin der Pflegeschule Penzberg, denn Arbeitslosigkeit bräuchten die Lehrlinge, nach ihrem Ausbildungsabschluss nicht zu befürchten.

Zudem decke die Ausbildung zur Pflegekraft, „die ganze Bandbreite des Berufs ab“. Die neue, generalisierte Pflegeausbildung vereint nämlich die bislang getrennten Ausbildungsbereiche zur Gesundheits-, Kranken-, Kinderkranken- sowie Altenpflege. Und: „Der Abschluss wird künftig EU-weit anerkannt“, sagt Thomas Reichart von der Personal- und Verwaltungsleitung.

Anders als bisher, ist die Kreisklinik nun selbst Träger der praktischen Ausbildung. „Wir als kleinere Klinik haben jetzt die Chance, unsere eigenen Azubis auszubilden“, so Reichart weiter. Fünf Ausbildungsplätze bietet die Kreisklinik dafür an – vier davon sind schon besetzt. Im Haus kümmern sich dann Praxisanleiter sowie Pflegepädagogen um die jungen Leute, wenn sie dort die verschiedenen medizinischen Fachbereiche durchlaufen.

Die Berufsfachschule Pflege in Penzberg ist freilich für die theoretische Ausbildung zuständig. „Wir koordinieren die Pflichteinsätze der Auszubildenden“, erklärt Fiedler-Adelhardt. „Damit der Theorie- und Praxistransfer funktioniert.“ Unterrichtet wird im Blockunterricht. Heißt: rund fünf Wochen Schule, dann fünf Wochen in der Klinik arbeiten. Übrigens: finanziert wird die neue generalistische Ausbildung über einen Landesfonds.

Die dreijährige Berufsausbildung, beginnt ab jetzt jährlich im September. Danach stehen den Berufseinsteigern alle Pflegebereiche offen. Weiterbildungen etwa zur Anästhesie, Notfallpflege bis hin zur Stationsleitung sind möglich. Auch Studiengänge vom Pflegemanagement, -Pädagogik sowie -Wissenschaft sind möglich. Informationen und Bewerbungsmöglichkeit zur Pflegeausbildung gibt es Online auf www.love2care.de. Daniel Wegscheider

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