Tierschänderin ist ermittelt

Wegen Überforderung: Tölzerin (22) hat Katze gefesselt und ausgesetzt

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Im Tölzer Tierheim Maria Much hat die Katze nun einen Platz gefunden. Dort wird sie nun von Sylva Honis betreut.

Geretsried/Bad Tölz – Aufgrund der Berichterstattung über die am 30. Dezember auf der Ortsverbindungsstraße zwischen B11 und Schwaigwall gefundenen, mit Kabelbindern gefesselten Katze (wir berichteten), konnte nun die Tierschänderin ermittelt werden: Eine 22-jährige Tölzerin räumte ein, das Tier ausgesetzt zu haben – wegen Überforderung.

Gleich zwei Hinweise gingen aufgrund der Medienberichte bei der ermittelnden Polizeiinspektion Geretsried ein. „Eine 24-jährige Gaißacherin gab den entscheidenden Hinweis“, wie Polizeikommissar Max Huber von der Inspektion Geretsried nun mitteilte. Die junge Frau konnte die Katze aufgrund der Fellzeichnung und einer Narbe eindeutig erkennen. Dies teilte sie umgehend telefonisch bei der Polizei mit und benannte zugleich die Katzenhalterin: Bei dieser handelt es sich um eine 22-jährige Frau aus Bad Tölz.

Kollegen der Inspektion Geretsried suchten die 22-jährige Tölzerin persönlich auf, um sie zu vernehmen. Nachdem sie den Vorhalt Anfangs leugnete, räumte sie dann doch ein, ihre Katze wegen eigener Überforderung mit Kabelbindern gefesselt und ausgesetzt zu haben.

Sie erwartet nun eine Anzeige nach dem Tierschutzgesetz. Die Beschuldigte ist laut Polizeikommissar Huber vor diesem Fall noch nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten.

Wie berichtet, war das Tier mit mehreren Kabelbindern so fest zusammengebunden, dass es sich nicht von der Straße bewegen oder selbst befreien konnte. Die Samtpfote hatte oberflächliche Schnittverletzungen und wurde zur Behandlung und weiteren Versorgung in ein Tierheim gebracht. Aufgrund des brutalen Vorgehens hatte auch die Tierschutzorganisation PETA eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro ausgesetzt, die zur Ergreifung des „Tierschänders“ führen würden. tka

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