Vermisster Kanadier ist tot

Tödlicher Absturz: Drei Wochen war Jeff Freiheit verschollen - nun haben freiwillige Helfer den Leichnam entdeckt

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Die Absturzstelle des Verunglückten unterhalb der Achselköpfe am Fuß der Achselköpfe. Von dort brachte ein Polizeihubschrauber die Leiche ins Tal wo sie dem Bestatter übergeben wurde.

Lenggries - Seit Samstagvormittag herrscht Gewissheit: Der 32-jährige Kanadier Jeff Freiheit aus Brandon/Manitoba ist tot: Freiwillige Helfer fanden die Leiche des jungen Mannes unter Gestrüpp am südlichen Fuß Latschen- und Achselkopf

Die Identität von Jeff Freiheit muss nun noch von der Rechtsmedizin in München bestätigt werden.Gefunden wurde dort auch der Rücksack mit dem Reisepass des tödlich Verunglückten. Nach derzeitigem Ermittlungsstand schildert die Polizei das tragische Ende folgendermaßen: Freiheit sei auf seiner Wanderroute von Lenggries aufs Brauneck und weiter zur Tutzinger Hütte vom Weg abgekommen. Dabei sei der Kanadier sehr wahrscheinlich über eine 60 bis 100 Meter hohe Felswand abgestürzt. Wie berichtet, galt Freiheit seit dem 2. August als vermisst – letztes Lebenszeichen: ein Selfie vorm Brauneck-Panorama-Restaurant. Er wollte den Fernwanderweg von München nach Venedig wandern. Nachdem Bergwacht und Polizei tagelang das Gelände absuchten, stellten sie vergangene Woche ihre Suche vorläufig ein. Nun hat eine freiwilliger Suchtrupp, angeführt von Susanne Williams aus der Jachenau den Vermissten Jeff Freiheit, am Samstag gegen 11.30 Uhr gefunden. 

Drei Wochen lang wussten Mutter Kathy und Ehefrau Selena nicht wo Jeff Freiheit sich aufhält. Der 32-jährige Kanadier war bei seiner Wanderung im alpinen Gelände am Brauneck spurlos verschwunden. Nun wurde offenbar der Leichnam von einem freiwilligen Suchtrupp innerhalb eines Latschenfelds südlich der Achselköpfe gefunden – die genaue Identität muss noch überprüft werden. Die Suche nach dem Vermissten Mann hat nun erst mal ein Ende, und die Angehörigen bekommen die Chance ihren Verlust zu verarbeiten.

„It is with a broken heart that I need to tell you we found Jeff“, (zu deutsch: „Mit gebrochenen Herzen muss ich mitteilen, dass wir Jeff gefunden haben“) schreibt Kathy Freiheit auf der Facebookseite „Volunteers searching for JEFF FREIHEIT“, die eigens zur Unterstützung der Suchaktion gegründeten Gruppe. Am Samstagmittag fand Kathy zusammen mit Freiwilligen, ihren verschollenen Sohn. Die Leiche lag von der Luft aus betrachtet, kaum sichtbar in einem Latschenfeld.

„Die Bergregung des Leichnams erfolgte mit Hilfe eines Polizeihubschraubers, zwei Polizeibergführern der alpinen Einsatzgruppe und Mitgliedern der Bergwacht Lenggries“, berichtet Jürgen Thalmeier, Pressesprecher der Polizeiinspektion Oberbayern Süd. Hinweise auf eine Fremdbeteiligung schließt die Polizei derzeit aus. Der Tod dürfte laut der Bergwacht Lenggries durch den Sturz vom Grad Richtung Benediktenwand aus einer Höhe von rund 100 Metern erfolgt sein.

Jeff, our son, husband, brother, family member, and friend is coming home“ (zu deutsch: „Jeff, unser Sohn, Ehemann, Bruder, Familienmitglied und Freund kommt nach Hause“), schreibt Kathy ebenfalls auf der Facebookseite. Eine traurige Reise gehe für sie und alle Helfer zu Ende: Für Mutter Kathy war es am Sonntag eine Herzensangelegenheit sich bei allen Helfern zu bedanken, die die Familie bei der Suche nach ihrem Sohn unterstützt haben. dwe

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