Keine elektronischen Display

Tölzer Bauausschuss berät über Ortstafeln, Poller und Bauanträge

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Tölzer Veranstaltungen zu bewerben, bestehen derzeit auf den Ortseingangstafeln – hier am Friedhofsberg.

Bad Tölz – Winterpause am Bau: Lediglich mit drei Vorhaben hatten sich in der jüngsten Bauausschuss-Sitzung des Stadtrates die Räte zur befassen: Bauprojekte an der Blombergstraße, Osterleite und Krankenhaus Straße sowie versenkbare Poller an der Ludwigspromendade und der Erlass einer Plakatierungsverordnung wurde besprochen.

Das war bereits zweimal im Ausschuss abgelehnt worden, weil das Grundstück durch die Planung bis auf den letzten Quadratmeter ausgenützt worden wäre und nach der Städtischen Stellplatzsatzung nicht ausreichend Platz für die Autos verblieb. Deshalb war in der vorausgegangen Sitzung angeregt worden, ein Doppelhaus durch ein Einfamilienhaus mit Erdgeschoss, Obergeschoss und Kniestock zu ersetzen, was nun erfolgte. Deshalb konnte der neue Stadtbaumeister Florian Ernst den Bauantrag auf dem Dienstweg an das Landratsamt zur Genehmigung weiterleiten. Zuvor informierte er jedoch die Ausschuss-Mitglieder.

Nicht zugestimmt wurde einem Vorbescheidsantrag, in der Krankenhaus Straße ein Haus abzubrechen und durch einen Neubau mit Doppelgarage zu ersetzen. Nicht gefallen konnten ein ebenfalls vorgesehen Wintergarten und verschieden Schallschutzwände in Richtung Osterleite. Wie solche Wände in Zukunft gestaltet werden sollen und ob im Einzelfall ein Lärmgutachten notwendig wird, damit soll sich, so Bauamtsleiter Christian Fürstberger, der neue Stadtrat befassen.

Ebenfalls noch kein grünes Licht gab es für versenkbare Poller, die an der Ludwigspromenade eingebaut werden sollen. Einen entsprechenden Antrag hatten am 12. Februar die beiden CSU-Stadträte Ludwig Janker und Ingo Mehner gestellt. Das solche Poller grundsätzlich möglich sind, zeige sich, so Fürstberger, am Rathaus. Grundsätzlich seien sie auch an der Promenade, die nur für Fußgänger, den Linienbus und Radfahrer freigegeben ist, sinnvoll, da leider bis zu 50 Fahrzeuge pro Tag verbotswidrig einfahren. Zunächst sollen jedoch die Kosten geprüft werden, danach wird entschieden.

Ebenfalls nur eine Vorberatung erfolgte beim Punkt „Erlass einer Plakatierungsverordnung“.Wie Fürstberger sagte, werde in Tölz nicht nur das Stadtbild wegen der restriktiven Werbeanlagensatzung gelobt, auch beim Plakatieren achtet man darauf, dass nur die vorhandenen Anschlagtafeln mit Plakaten beklebt werden dürfen. In diesem Zusammenhang sprach FWG-Bürgermeisterkandidat Michael Lindmair die Ortseingangstafeln an, auf denen ebenfalls für große Veranstaltungen gewoben werden kann. Hier konstatierten sowohl Fürstberger wie auch Kurdirektorin Brita Hohenreiter, dass man bislang von einer Umrüstung der Metallständer, in die entsprechende Tafeln eingeschoben werden können, auf elektronische Displays Abstand genommen habe, da deren Funktion bislang sehr mangelhaft sei. „Bis jetzt gibt`s da nix Optimales“, so Hohenreiter. SPD-Stadtrat Jürgen Renner schlug vor, an den Tafeln den Hinweis „Fair-Trade-Stadt“ anzubringen, sofern noch Platz sei. Mit dem Hinweis von Fürstberger „dass aktuell noch vier Verordnungen zu erneuern sind“ wurde die Entscheidung an den Stadtrat weitergeleitet. bo

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