28-Jähriger verletzt sich mit Axt

Einsatz der Tölzer Bergwacht: verschlossenes Gatter behindert Rettungswagen

Bergrettungsfahrzeug mit Seilwinde
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Vergebens: Auch mit ihrer Seilwinde schafften es die Bergretter nicht, ein verschlossenes Viehgatter aufzuziehen, um schneller zum Verletzten zu kommen. Für das Schloss hatten sie keinen Schlüssel.

Wackersberg/Bad Tölz – „Ein Verletzter mit einer unstillbaren Blutung an der Otto-Clemens-Hütte“: so vermeldete am Donnerstagabend die Integrierte Leitstelle Oberland.

Die Tölzer Bergwacht und den Einsatzleiter Isarwinkel machten sich sofort auf den Weg. Es sollte ein mühseliger Aufstieg zu einem 28-jährigen Münchner werden, der sich dort beim Holzhacken verletzt hatte.

Der 1.348 Hohe Zwiesel ist im Landkreis, vom Parkplatz Waldherralm in Wackersberg aus zu erreichen. Fünf Bergretter, die an der provisorischen Bergrettungswache trainierten, rückten sofort mit dem Rettungsfahrzeug aus. Am Parkplatz nahmen sie zusätzlich einen Bergwachtnotarzt auf. Der Einsatzleiter gab bereits vor Aufbruch zur Otto-Clemens-Hütte eine Anweisung an die Begleiter des Verletzten. Sie sollten sofort einen Druckverband anlegen, um die starke Blutung zu stoppen.

Mit Stirnlampe, Gebirgstrage und Notfallrucksack legten die Bergretter dann den Aufstieg zu Fuß zurück, da der Zufahrtsweg versperrt war. Auch mit Hilfe einer Seilwinde versuchten die Bergretter vergebens das Viehgatter aufzuziehen, um schneller zum Verletzten zu kommen. „Für das Vorhängeschloss hatten die Einsatzkräfte leider keinen Schlüssel“, berichtet Norbert Weinhuber, Pressesprecher der Tölzer Bergwacht.

Vorort fand die Tölzer Bergwacht dann einen 28-jährigen Münchner vor, der sich beim Holzhacken mit der Axt am Fuß schwer verletzte. Nach einer kurzen Notarztversorgung begannen die Ehrenamtlichen mit der zügigen bodengebundenen Rettung. 

Mit dem Bergrettungsfahrzeug transportierten die Retter den Verletzten direkt in den Schockraum des Krankenhauses. Dort wurde er weiter versorgt und für die Notfalloperation vorbereitet. Nach einer Stunde war der Einsatz für alle Retter der Bergwacht Bad Tölz beendet.  dwe

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