Tölzer Bergwacht-Einsatz

Junge Gleitschirmpilotin (17) bleibt am Blomberg im Baum hängen und stürzt ab 

Luftbild der Tölzer Bergwacht zum Gleitschirmunfall am Blomberg
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Die Absturzstelle am Blomberg: etwa in der Mitte sichtbar, der noch zu bergende Gleitschirm der verunglückten jungen Pilotin.

Bad Tölz/Wackersberg - Eine abgestürzte Gleitschirmpilotin rettete die Tölzer Bergwacht am Samstagabend. Die 17-jährige blieb beim Starten mit dem Schirm an einem Baum hängen - sie verletzte sich schwer.

Am Samstag (14. November) alarmierte die Integrierte Leitstelle Oberland um 17.13 Uhr die Tölzer Bergwacht und den diensthabenden Einsatzleiter Isarwinkel. Gemeldet war ein im Baum hängender Gleitschirmflieger am Blomberg.

Der Einsatzleiter und vier Bergretter rückten daraufhin zum Blomberg aus. Der Anrufer, der zuerst gestartet war, sah seine Freundin aus Barmstedt (Schleswig-Holstein) stürzen, setzte nach seiner Landung im Tal den Notruf ab und konnte die anrückende Bergwacht schnell zur Absturzstelle bringen. Diese befand sich circa 60 Meter unterhalb des Nordstartplatzes in sehr unwegsamen Gelände. „Die 17-jährige blieb beim Starten mit dem Schirm an einem Baum hängen und verletzte sich schwer beim folgenden Sturz“, berichtet Tölz Bergwacht-Sprecher Norbert Weinhuber. „Die Patientin klagte über starke Schmerzen in der Halswirbelsäule und dem Rücken.“

„Nachdem die Patientin mit Wärme-Packungen und Beckenschlinge versorgt wurde, lagerte man sie achsengerecht im stützenden Bergesack“; erklärt Weinhuber weiter. Die nachgerückten Retter bauten währenddessen eine Seilsicherung auf. Mit dieser zog die Mannschaft die Verletzte in der Gebirgstrage den steilen Hang hinauf. Im Bergrettungsfahrzeug wurde die verletzte Pilotin, von der Bergwachtnotärztin begleitet ins Krankenhaus transportiert.

Nach knapp drei Stunden war der Einsatz für die Retter beendet. Am Folgetag barg eine Mannschaft den zurückgelassenen Gleitschirm. dwe

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