Verstiegen im Tiefental

Tölzer Bergwacht im Einsatz: Wanderinnen aus München sitzen im Steilgelände fest

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Ein Bergretter wartet kurz vor Einbruch der Nacht auf die geborgenen Patienten vom Rettungshubschrauber.

Bad Tölz/Arzbach – Zwei völlig orientierungslose Bergsteigerinnen rettete die Tölzer Bergwacht am Sonntag bei einem abendlichen Einsatz. Die beiden Frauen aus München hatten sich oberhalb der Tiefentalalm verstiegen und benötigten Hilfe von den Bergrettern.

Am Sonntag gegen 19.41 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Oberland die Tölzer Einsatzkräfte zu zwei unverletzten, aber völlig orientierungslosen Bergsteigerinnen. Neun Bergretter machten sich bei einsetzender Dunkelheit mit den Bergrettungsfahrzeugen auf den Weg. Es gelang ihnen schnell, die Münchnerinnen zu lokalisieren. „Sie waren oberhalb der Tiefenalm zwischen der Hausstattalm und dem Hennenkopf weit vom Weg abgekommen“, heißt es im Pressebericht der Bergwacht.

Oberhalb der Tiefentalalm, abseits des Steiges zwischen Oberer Hausstattalm und Hennenkopf konnten die Münchnerinnen lokalisiert werden.

Hubschrauber holt Frauen aus dem Steilgelände

Wegen des schwindenden Sonnenlichts und des unwegsamen Geländes forderten die Helfer einen Hubschrauber mit Rettungswinde an. Dieser konnte nach zunächst erfolglosen Überflügen die Frauen lokalisieren. Mit der Seilwinde konnten die Bergretter die beiden Münchnerinnen aus dem Steilgelände bergen und zum Rettungsfahrzeug an die Tiefentalalm bringen.

Mit Kreislaufbeschwerden in die Asklepios gebracht

Während die Einsatzkräfte, die sich für eine mögliche Suchaktion bereit gehalten hatten, mit dem Mannschaftswagen zur Wache abrückten, wurden die ob ihrer Rettung dankbaren Frauen mit dem Rettungsfahrzeug nach Bad Tölz transportiert. Da eine der beiden Wanderinnen zunehmende Kreislaufbeschwerden hatte, versorgte man sie erst einmal in der Rettungswache. Dann wurde die 36-Jährige in die Asklepios-Stadtklinik gebracht. Nach drei Stunden war der Einsatz für die Bergretter abgeschlossen. dwe

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