Rettung ohne Zeitdruck 

Tölzer Feuerwehr und Sanitäter üben gemeinsam mit Drehleiter

Bergung per Drehleiter: Geübt wurde das Szenario am Schlauchturm der Feuerwehr Bad Tölz.
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Bergung per Drehleiter: Geübt wurde das Szenario am Schlauchturm der Feuerwehr Bad Tölz.
  • Ewald Scheitterer
    VonEwald Scheitterer
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Bad Tölz – Gut angekommen ist die gemeinsame Übung der Tölzer Feuerwehr mit den Rettungsdienst-Mitgliedern des BRK-Kreisverbands. Jüngst trainierten sie die Rettung einer Person aus einem Unfall-Auto sowie über eine Drehleiter.

„Letzteres war auf jeden Fall das Wichtigste an dem gemeinsamen Übungstag“, berichtete Johannes Flemisch, Notfall-Sanitäter beim BRK-Kreisverband Bad Tölz-Wolfratshausen: „Bei einem echten Einsatz, haben wir gar nicht die Zeit, um mitzubekommen was die Feuerwehr macht.“ Dies bestätigte Thomas Fuchsgruber, Kommandant der Tölzer Wehr: „Heute lernen wir viele Sanis besser kennen, die wir bei Einsätzen immer nur ganz kurz sehen. Wenn man beim nächsten Mal weiß, wie die ticken, dann wird vieles einfacher.“

So hatten sich 18 Sanitäter aus dem Landkreis eingefunden, um sich von sechs Feuerwehr-Männern zeigen zu lassen, wie etwa aus deren Sicht die Hilfeleistung bei einem Verkehrsunfall mit einer verletzten eingeklemmten Person funktionieren kann. Fuchsgruber freute sich über einen nützlichen Nebeneffekt der Übung: „Wir haben so viele verschiedene technische Hilfsmittel, die wir nur äußerst selten brauchen. Gut das wir auch deren Gebrauch wieder einmal üben können.“ Außerdem sei es für die Feuerwehr gut, zu sehen, wo sie eingreifen könne. „Die Sanis sind am jeweiligen Unfallort meist zu zweit, während wir doch ein paar Mann mehr zur Verfügung haben, die helfen können.“

Drehleiter „erreicht höchste Gebäude“

Spektakulärer dann die Bergung einer Puppe mit der 30 Meter langen Tölzer Drehleiter. „Damit kommen wir bis zum siebten Obergeschoss eines Gebäudes hinauf“, erklärten Andreas Mayr und Jürgen Gorniak. „Mit unserer Drehleiter erreichen wir locker unsere höchsten Gebäude.“

„Drehleiter-Bergungen nehmen zu“, so Fuchsgruber. Da Menschen heutzutage immer schwerer werden, sei eine Bergung durchs Treppenhaus oftmals kaum mehr möglich. Die kniffligste Situation in großer Höhe ist, wenn die Spezialtrage vom Balkon aus in die Halterung der Drehleiter eingeklinkt wird. „Je öfter man solche Dinge live miterlebt, dann bringt das auf jeden Fall notwendige Routine“, erklärte Notfall-Sanitäter Christoph Mayr. Im Normalbetrieb, erlebe man das vielleicht einmal im Jahr. Umso wertvoller seien solche Übungen.

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