Gutes Sehen im Blick haben

Blindeninstitut-Team besucht Tölzer Josefistift und schult das Personal

Drei ältere Damen
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Das Alten- und Pflegeheim Josefistift in Bad Tölz hat am bayernweiten Präventionsprogramm „Gutes Sehen“ teilgenommen.(Symbolfoto)
  • Daniel Wegscheider
    vonDaniel Wegscheider
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Bad Tölz – Das Alten- und Pflegeheim Josefistift in Bad Tölz hat am bayernweiten Präventionsprogramm „Gutes Sehen“ teilgenommen. Dazu war vor kurzem ein Team des Blindeninstituts Regensburg im Haus und klärte auf.

Allein essen, den Weg ins Bad finden oder den Fernseher bedienen: Um diese alltäglichen Tätigkeiten weitgehend selbstständig ausführen zu können, braucht es ein gutes Sehvermögen. Auch in der Prävention von Corona und seinen Auswirkungen in Pflegeeinrichtungen sei das Thema wichtiger denn je. „Denn nur, wer gut sieht, kann Sicherheitsabstände einhalten, aktuelle Informationen und Hinweise lesen“, berichtet Programmleiterin Sabine Kampmann.

Um auf die besonderen Bedürfnisse sehbeeinträchtigter Bewohner aufmerksam zu machen und Barrieren in deren Alltag abzubauen, schulte das Präventionsteam des Blindeninstituts daher die Leitungskräfte und Mitarbeitenden des Alten- und Pflegeheims Josefistift. Auf interaktive Weise wurde das Sehen in der Pflegeeinrichtung in den Blick genommen: Die räumliche Gestaltung des Hauses wurde mit Simulationsbrillen unter die Lupe genommen.

Ziel des Präventionsprogramms sei es, in den teilnehmenden Pflegeeinrichtungen die richtigen Impulse zu setzen, damit sich diese zu „sehgerechten“ Einrichtungen weiterentwickeln, sagt Kampmann. „Das Gute Sehen fördert Selbstständigkeit, psychische Gesundheit, soziale Kontakte und Hygiene“. „

„Die beiden Tage waren für uns und einige Bewohner sehr interessant und informativ“, bilanziert Heimleiterin Bettina Emmrich: „Das wichtige Thema wird bei uns im Haus weiter behandelt und fortgeführt.“

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