Zuschuss für Veranstaltungen

Tölzer Kulturfonds hilft finanziell, wenn regionale Events sich nicht tragen

Mit Blick auf den Veranstaltungskalender: Auch Veranstaltungen, die sich finanziell nicht tragen, können durch die Stadt gefördert werden.
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Auch Veranstaltungen, die sich finanziell nicht tragen, können durch die Stadt gefördert werden.

Bad Tölz – Derzeit liegt das kulturelle Angebot in Bad Tölz weitgehend auf Eis. Das dürfte in naher Zukunft sicher wieder anders werden:

Dann dürfen sich Veranstalter darüber freuen, dass die Stadt Bad Tölz seit 1. Januar 2019 einen Kulturfonds aufgelegt hat, aus dem Veranstaltungen und Events, die nicht kostendeckend sind, unterstützt werden können.

In der jüngsten Stadtratssitzung am Dienstag trug die Stellvertretende Kurdirektorin Susanne Frey-Allgaier einige Änderungen vor, die in die entsprechende Satzung Eingang finden sollen. So wurden bisher die eingegangen Anträge in öffentlicher Sitzung diskutiert. Da jedoch „die Antragsteller in großem, Umfang persönliche Fakten und Zahlen darlegen“, müsse man das Procedere nichtöffentlich vornehmen.

Franz Mayer-Schwendner (Grüne) gab zu bedenken, dass es sich hier um Steuergeld handle, über dessen Verwendung man die Öffentlichkeit zu informieren habe. Bürgermeister Ingo Mehner (CSU) meinte, das werde in der darauffolgenden Sitzung öffentlich bekannt gegeben, weil es ohnehin Vorschrift sei.

Die Satzung des Kulturfonds sieht vor, dass Veranstaltungen, die laut Kalkulation eine finanzielle Deckungslücke aufweisen, einen Zuschuss erhalten können oder dass bei Veranstaltungen, die eigentlich kostendeckend wären, aber bei denen durch äußere Umstände, wie Regen oder Vandalismus, ein Einnahmeausfall entsteht, mit einer Ausfallbürgschaft geholfen wird. Die Antragsteller müssen aus Bad Tölz kommen oder dort ihren Tätigkeitsschwerpunkt haben und öffentliche Veranstaltungen ohne parteipolitische Inhalte durchführen. Sie sollen eine über die Stadtgrenze hinaus gehende Wirkung entfalten und eine Attraktivitätssteigerung für Bad Tölz bieten. Entsprechende Anträge müssen an das Referat für Tourismus und Kultur gerichtet werden. Karl Bock

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