Weitere Zuschüsse erwünscht

Tölzer Land: Leader stemmt Projekte – Bewerbung für neue Förderperiode

Zu sehen, die Floßlände in München.
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Die Stadt Wolfratshausen hat seinen Förderantrag für die Surfwelle noch nicht zurückgezogen. Hier zu sehen, die Floßlände in München.
  • Daniel Wegscheider
    VonDaniel Wegscheider
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Landkreis – Mit dem EU-Förderprogramm Leader unterstützt das Staatsministerium ländliche Regionen finanziell zur selbstbestimmten Entwicklung. Geld, das auch gebraucht wird. Daher befürwortete vor Kurzem der Kreisausschuss für Umwelt, Infrastruktur und Tourismus, in die nächste Förderperiode einzusteigen.

Kein Zweifel, „Leader“ schob bereits einige Projekte im Landkreis an, die ohne Förderung wohl zwangsläufig auf der Strecke geblieben wären. Umso mehr warb Andreas Wüstefeld, am Landratsamt zuständig für die Leader-Projekte, jüngst im Kreis-Fachausschuss für ein weiteres Engagement. Rund zwei Millionen Euro wurden in den Jahren von 2014 bis 2022 im Landkreis für 13 Projekte ausgeschöpft.

So konnten mit dem Geld etwa der Bewegungsparcours in Geretsried, die Mountainbike-Machbarkeitsstudie im Landkreis, die Demokratiewerkstatt in der Jugendsiedlung Hochland und das Wanderwegkonzept zwischen Bad Tölz und Lenggries verabschiedet und abgeschlossen werden.

Ebenso listen sich auf der Projektübersicht die Weiterentwicklung der Kräutererlebnis-Region Tölzer Land oder die Erinnerungsstätte Badehaus in Wolfratshausen, die von den Zuschüssen profitiert hatten.

Abgeschlossene Projekte

Wüstefeld zählte weitere noch nicht abgeschlossene Projekte auf: darunter den Neubau der Bergrettungswache in Bad Tölz, ein Willkommenszentrum am Kloster Benediktbeuern sowie das Kooperationsprojekt Baukulturregion Voralpenland und das Gemeinschaftshaus der Schützen in Linden. An beiden letzteren ist die Gemeinde Dietramszell beteiligt.

In der Antragsphase befindet sich hingegen noch der Neubau der Berg- und Wasserwacht-Station in Kochel. Auch die Surfwelle in Wolfratshausen steht noch auf der Agenda, auch wenn die Umsetzung bekanntlich ungewiss ist.

Wie berichtet, hatte der Stadtrat im Februar das langjährig geplante Projekt wegen einer erneuten Preissteigerung auf 1,4 Millionen Euro letztendlich abgelehnt. Allerdings habe die Stadt die Leader-Förderung bisher nicht zurückgezogen, betonte Wüstefeld. „Es laufen noch Gespräche mit dem Verein Surfing Wolfratshausen.“

Abschließend votierte das Gremium einstimmig, sich für die Leader Förderperiode von 2023 bis 2027 zu bewerben. Zudem sollen für die externe Unterstützung der lokalen Aktionsgruppen in der nächsten Haushaltsplanung und in den Folgejahren 20.000 Euro bereitgestellt werden.

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