Belastung in Kliniken noch immer hoch

Tölzer Land: Verschiebbare Operationen bis 18. März nur in Ausnahmefällen möglich

Die Asklepios Stadtklinik in Bad Tölz
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Die Asklepios Stadtklinik in Bad Tölz.
  • Franca Winkler
    VonFranca Winkler
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Landkreis - In der Kreisklinik Wolfratshausen sowie der Tölzer Asklepiosklinik müssen verschiebbare Operationen aufgrund der hohen Corona-Auslastung warten. Ausnahmen sind möglich.

Angesichts der nach wie vor hohen Belastung des Gesundheitssystems hat die Regierung von Oberbayern 76 Kliniken im Regierungsbezirk dazu verpflichtet, weiterhin von unter medizinischen Aspekten aufschiebbaren stationären Behandlungen abzusehen.

Ausnahmen für die sogenannten elektiven Eingriffe können weiterhin nach Abstimmung mit den für die jeweilige Region zuständigen Ärztlichen Leitern Krankenhauskoordinierung zugelassen werden, gibt die Regierung von Oberbayern per Pressemitteilung bekannt.

Dazu müssen die betroffenen Kliniken jedoch sicherstellen, dass die dadurch in Anspruch genommenen Betten innerhalb von 48 Stunden insbesondere für einen möglichen erhöhten Bedarf an Notfallbehandlungen wieder zur Verfügung stehen.

Versorgung für Notfallpatienten hat Vorrang

Oberstes Ziel bleibe es, stationäre Kapazitäten für die Versorgung aller Notfall- und Intensivpatienten sicherzustellen. Unter dieser Prämisse seien die Anordnungen weiterhin notwendig: Seit Ende Januar ist nach Angaben der Regierung bei den Belegungszahlen mit Covid-Patienten im Intensivbereich wieder eine Zunahme zu beobachten. Im Bereich der Normalpflegebetten sind die Neuaufnahmen von Patienten mit der Haupt- oder Nebendiagnose Covid-19 jedoch deutlich angestiegen.

Personalsituation der Kliniken an ihren Grenzen

Erschwerend komme hinzu, dass die Personalsituation den Kliniken zunehmend Grenzen setzt. Eine betrieblich relevante Zahl an Mitarbeitern kann krankheitsbedingt, wegen eigener Quarantäne oder zu betreuenden Familienangehörigen ihren Dienst nicht ausüben. Personalausfälle führen in vielen Krankenhäusern bereits zu deutlichen Auswirkungen auf die Dienstplangestaltung.

„Medizinisch dringliche Operationen wie zeitkritische Herz- oder Tumor-Operationen sind von der Anordnung nach wie vor nicht erfasst“, erläutert Pressesprecher Wolfgang Rupp. Über die medizinische Dringlichkeit entscheiden die behandelnden Ärzte. Soweit aufgrund der Anordnungen bereits geplante Behandlungen abgesagt werden müssen, werden die betroffenen Patienten darüber von den jeweiligen Krankenhäusern informiert.

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