Fragen zur Vogelgrippe

Tölzer Land: Wie gefährlich die Geflügelpest für Mensch und Tier ist

Enten und Wasservögel auf dem Starnberger See.
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Enten und Wasservögel auf dem Starnberger See.
  • Daniel Wegscheider
    VonDaniel Wegscheider
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Landkreis – Wie jedes Jahr im Herbst und Winter macht die Geflügelpest – landläufig auch als Vogelgrippe bezeichnet – wieder von sich reden. Der LBV gibt antworten.

Auch den Landesbund für Vogelschutz (LBV) erreichen vermehrt Nachfragen: Darf ich noch Vögel füttern? Können sich meine Haustiere anstecken? Oder sogar ich selbst?

„Die Vogelgrippe ist gefürchtet, weil sie hohe Verluste bei Nutzgeflügel verursachen kann. Aber für Menschen, Haustiere oder Singvögel sind die bei uns kursierenden Virustypen meist keine größere Gefahr“, sagt LBV-Biologe Torben Langer. Dennoch sollten Vogelfutterstellen im Garten stets sauber gehalten werden. Wer beim Spaziergang tote Wasservögel entdeckt, sollte diese umgehend dem Veterinäramt melden.

„Nicht jede Vogelart ist gleich anfällig für die Geflügelpest“

„Nicht jede Vogelart ist gleich anfällig für die Geflügelpest“, erläutert Langer. Erkrankungen treten vor allem bei Wasservögeln, wie Schwänen, Gänsen, Enten und Möwen sowie bei Hühnervögeln auf, vereinzelt auch bei Greifvögeln und Eulen. „Die im Umfeld des Menschen lebenden Singvögel, das Rotkehlchen in der Hecke oder der Spatz am Futterhaus, spielen in der Virusverbreitung keine Rolle“, betont der LBV-Experte.

Falls sich die Erkrankung in Bayern weiter ausbreiten sollte, bestehe für die Bürger also kaum Gefahr, mit dem Virus in Kontakt zu kommen. „Die Ausbrüche der letzten Wochen in den Landkreisen Cham und Nürnberger Land gehen zwar auf den für den Menschen potenziell gefährlicheren Virustyp H5N1 zurück, das Risiko einer Übertragung auf den Menschen besteht im Normalfall aber nur bei intensivem Kontakt mit infizierten Vögeln“, erklärt Langer weiter. Geflügelhalter sollten sich deshalb unbedingt an die angeordneten Biosicherheitsmaßnahmen halten.

„Futterhäuser sollten regelmäßig gereinigt werden“

Für die meisten Menschen bedeutet die Vogelgrippe also keine Gefahr und auch keine Einschränkungen für die Vogelfütterung im heimischen Garten. Der LBV rät trotzdem dazu, die üblichen Hygieneratschläge zu berücksichtigen. „Futterhäuser sollten regelmäßig gereinigt werden oder noch besser durch Futtersäulen ersetzt werden. So kann man auch die Verbreitung anderer Infektionskrankheiten, die für Singvögel gefährlich sind, über die Fütterung verhindern“, rät der LBV-Experte. Auch sollte man den Kontakt zu Vogelkadavern vermeiden und entsprechende Funde, vor allem von toten Wasservögeln, bei den örtlichen Veterinärämtern melden.

Hunde an die Leine am Ufer

Hundehalter ruft der LBV dazu auf, ihre Tiere insbesondere in Wassernähe an der Leine zu führen, wenn in der Region Fälle von Geflügelpest auftreten. „Das Risiko, dass sich Hunde anstecken, ist gering, konnte aber in sehr seltenen Fällen bereits nachgewiesen werden“, erklärt Langer. Hunde könnten auch tote Wildvögel aufstöbern und verschleppen oder noch lebende, möglicherweise infizierte Wildvögel aufscheuchen. Beides würde zur Weiterverbreitung des Virus beitragen.

Weitere Infos online auf www.lbv.de/vogelgrippe.

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