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Tölzer Landkreis feiert Gebietsreform – Ausschuss plant Aktionen

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Von: Viktoria Gray

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Blick vom Kalvarienberg in Bad Tölz
Blick vom Kalvarienberg: Aktionen auf den Social-Media-Kanälen sollen die schönsten Bilder aus 50 Jahren vom Landkreis zeigen. © Gray

Landkreis – Jüngst wurde im Kreisausschuss in Bad Tölz über mögliche Feierlichkeiten im Rahmen der Gebietsreform gesprochen.

Vor 50 Jahren, im Jahr 1972, verschmolzen die beiden Landkreise Bad Tölz und Wolfratshausen zu einem zusammen. Verantwortlich war damals die bayerische Gebietsreform. Ein Bindestrich eint seither den Nord- und den Südlandkreis.

Heuer soll der Landkreis-Geburtstag gebührend gefeiert werden, was den Kreisausschuss jüngst zu einer Debatte bewegte, wie eine solche Festlichkeit genau aussehen könnte.

Im Landratsamt würden die Vorbereitungen bereits laufen. Fest stünde bis jetzt jedoch nur, dass es zum Anlass keinen großen Festakt geben soll. „Wir denken eher daran, die Bürger miteinzubeziehen“, sagte Abteilungsleiter Wolfgang Krause. Das soll mit einigen Aktionen auf den Social-Media-Plattformen erfolgen. Etwa will man die schönsten Fotos vom Landkreis aus 50 Jahren suchen.

Nur „Social-Media“ zu wenig

Zudem sei geplant, den Wirtschaftspreis, Umweltpreis und die Isar-Loisach-Medaille des Landkreises zu verleihen. Die vergangenen zwei Jahre fiel dies der Corona-Pandemie zum Opfer. Für die Preise erfolge bereits die Ausschreibung. Ob die Veranstaltungen dann mit Preisverleihung, oder ohne, stattfinden werden, darüber werde das Gremium zu einem späteren Zeitpunkt abstimmen.

Klaus Koch (Grüne) erinnerte daran, dass die Gebietsreform „ein politischer Ritt“ gewesen sei. Ihm sei es deshalb einfach zu wenig, nur ein paar Bilder auf Social Media zu zeigen. Landrat Josef Niedermaier betonte daraufhin: „Es ist durchaus mehr geplant, als ein bisschen Social-Media.

Wo steht man heute?

Wir haben viele Überraschungen.“ Demnach wolle man möglichst viele Landkreisbürger erreichen und einbinden. Eine Feier mit der üblichen politischen Blase sei nicht gewünscht. „400 Leute sind nicht die Vertreter des Landkreises“, sagte Niedermaier.

Susanne Merk (FW) regte an, die Schulen im Landkreis zu integrieren. „Viele Jugendliche haben das gar nicht mehr auf dem Schirm.“

Reiner Berchtold (SPD) schlug außerdem wieder eine Jubiläumszeitschrift vor, die an alle Haushalte verteilt werde. Das Landkreisheft wurde damals wegen Kostengründen jedoch abgeschafft, wie Niedermaier einwarf.

Michael Müller (CSU) fragte zudem, ob nicht Ziele mit der damaligen Gebietsreform verbunden waren. „Gibt es da eine Evaluation?“, erkundigte er sich. Er würde gerne wissen, ob das ganze erfolgreich war und wo man heute steht. Müller und Koch forderten zudem, die Gebietsreform mit mehr Behutsamkeit zu behandeln: „Dass der Landkreis seit 50 Jahren eine glückliche Familie ist, das wäre eine Lüge“, sagte Koch.

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