Geschenke zum Zuckerfest

Auch im Tölzer Landkreis: Ramadan - Fastenzeit vorbei

Muslim beim Gebet
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Muslimische Männer beten im Morgengrauen während die Frauen das Frühstück für das Zuckerfest vorbereiten.
  • Franca Winkler
    VonFranca Winkler
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Landkreis/Bad Tölz – Ramadan – die Fastenzeit ist zu Ende. 30 Tage lang haben Muslime auf vieles verzichtet und zwischen Sonnenauf- und -untergang weder gegessen noch getrunken.

Am Mittwoch, 12. Mai, endete Ramadan und für drei Tage wurde Ramazan Bayrami, das sogenannte Zuckerfest gefeiert. Mit dem Fest danken gläubige Muslime Allah, dass sie Kraft für das Fasten gefunden haben und bitten darum, ihre Gebete und Mühen anzunehmen, sowie Fehler zu verzeihen.

Der Name Zuckerfest passt dabei sehr gut, denn an den drei Tagen wird neben vielen Gebeten auch sehr viel gegessen - auch viele süße Sachen. Kinder freuen sich auch sehr über die Feierlichkeiten, bekommen sie doch nicht nur Süßigkeiten, sondern auch Geschenke und Geld.

Wie im Jahr zuvor musste auch in diesem Jahr alles in einem kleineren Rahmen stattfinden - die Gebete in der Moschee und auch die Feiern mit Familienangehörigen und Freunden.

Die Vorbereitungen für das Zuckerfest beginnen schon am Ende der Fastenzeit. „Wir haben uns schon überlegt wie wir feiern werden: Was es zu Essen geben wird und was wir anziehen“, berichtet die Tölzerin Esra Dogan. „Mein Vater und mein Bruder waren gleich früh morgens zum Sonnenaufgang in der Moschee zum beten, während ich mit meiner Mutter das Frühstück vorbereitet haben“, so die junge Frau weiter. Dass nun wieder völlig normal gegessen und getrunken werden kann, ist für die zahnärztliche Auszubildende seltsam. „Nach der langen Fastenzeit braucht mein Körper gar nicht so viel zu essen“, so Dogan.

Normalerweise werden Familienmitglieder und Freunde besucht, aber die geltenden Hygienemaßnahmen haben auch in diesem Jahr eine große Feier nicht zugelassen. Daher wurde das Fest kurzerhand in die digitale Welt übertragen. Mit Verwandten und Freunden sei über FaceTime Kontakt aufgenommen worden, berichtete Dogan.

Als Zeichen des Respekts küssen die Jüngeren der türkischstämmigen Familie Dogan die Hände der Älteren Verwandten als Zeichen des Respekts. Aber auch diese liebevolle Geste kann derzeit nur in der engsten Familie stattfinden.

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