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Tölzer Landkreis: Rosenheim lehnt Alpenbus ab – Landrat bleibt zuversichtlich

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Von: Daniel Wegscheider

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Ein Bus an einem Bahnhof in Bad Tölz.
Rollt der Alpenbus übers Oberland verbindet er auf seiner Strecke fünf Landkreise miteinander. ©  Wegscheider

Landkreis – In der jüngsten Kreisausschusssitzung war der Alpenbus Thema. Dass Rosenheim das Projekt im Vorbescheid abgelehnt hat, erntete Kritik.

In der jüngsten Kreisausschusssitzung hat CSU-Fraktionschef Martin Bachhuber kurz den Alpenbus angesprochen. Bekanntermaßen soll die Expressbuslinie Rosenheim, Miesbach, Bad Tölz, Penzberg und Murnau verbinden. Nun habe Bachhuber aus der Presse erfahren müssen, dass „die Stadt Rosenheim den geplanten Alpenbus abgelehnt hat“.

Landrat Josef Niedermaier bezieht auf Nachfrage Stellung, da er zur Kreisausschusssitzung selbst nicht anwesend war: „Alle waren sich bis zum besagten vorberatenden Beschluss der Stadt Rosenheim einig, das Projekt Alpenbus in der abgestimmten Form durchzuführen“, betont er.

Der Landkreis ist für die Koordination verantwortlich und habe sich zusammen mit der Stadt Rosenheim und dem MVV als Gutachter intensiv abgestimmt. Daher habe auch bei allen der Gremienlauf begonnen, um die notwendigen politischen Beschlüsse herbeizuführen. „Dass sich der vorberatende Verkehrsausschusses der Stadt Rosenheim im Dezember anders entschieden hat, überrascht alle Beteiligten.“

Rosenheim als Start- und Zielpunkt

Wie berichtet, ist der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen für die Koordination aller Beteiligten der Alpenbuslinie verantwortlich. Generell mache das Projekt Alpenbus nur zusammen mit der Stadt Rosenheim als Start- und Zielpunkt Sinn, „denn der Zweck des Busses, ist die Querverbindung entlang der Alpenketten zwischen den beiden Zentren Rosenheim und Murnau“. Zudem sei Rosenheim ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für das südöstliche Bayern.

Nachdem der Landrat vom vorberatenden Nein-Beschluss der Stadt Rosenheim erfahren hat, habe er umgehend das Gespräch mit dem Oberbürgermeister und den Landräten aus Rosenheim und Miesbach gesucht.

Bis jetzt könne keine Aussage zu möglichen Konsequenzen für Kosten oder gar über eine alternative Streckenführung gemacht werden. „Sollte Rosenheim tatsächlich aussteigen, müssten alle Beteiligten, zusammen mit dem Freistaat als Zuschussgeber, neu diskutieren. „Wir sind zuversichtlich, dass sich die Stadt doch noch anders entscheidet, und wollen weiter an dem Verkehrsprojekt Alpenbus festhalten.“

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