Gut ausgerüstet gegen Eis und Schnee

Tölzer Landkreis: So ist der Winterdienst gewappnet

Ein Winterdienstauto räumt Schnee.
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Winterdienst: Das Staatliche Bauamt setzt in seinen zu betreuenden Landkreisen 65 Schneepflüge mit Streuautomaten ein.
  • Daniel Wegscheider
    VonDaniel Wegscheider
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Landkreis – Auch heuer wird der Winterdienst wieder gut zu tun haben. Streusalz ist aber genug vorhanden.

Der Winter kündigt sich mit kalten Temperaturen, Raureif und ersten glatten Straßenabschnitten an. Und die Straßenmeistereien fahren bereits ihre ersten Winterdiensteinsätze. Für die restliche Saison lagern rund 14.000 Tonnen Streusalz in den Salzhallen Bad Tölz, Wolfratshausen, Oberau, Landsberg, Weilheim, Gilching sowie Peiting.

Doch damit nicht genug: „Bei Bedarf können kurzfristig bis zu 15.000 Tonnen zusätzlich von den Straßenmeistereien abgerufen werde“, berichtet Andreas Lenker, zuständig für den Straßenbetriebsdienst im Staatlichen Bauamt Weilheim. Die Salzvorräte würden selbst einen überdurchschnittlichen Winter bewältigen.

Insgesamt betreut das Staatliche Bauamt Weilheim ein Straßennetz von über 1.550 Kilometern an Bundes-, Staats-, und Kreisstraßen in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Starnberg, Landsberg, Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen.

Winterdienst - rund um die Uhr

Hierfür werden insgesamt 65 eigene und angemieteten Fahrzeuge mit Schneepflügen und Streuautomaten eingesetzt. Zusätzlich stellt das Bauamt „an besonders gefährdeten Straßenabschnitten Schneezäune zur Vermeidung von Schneeverwehungen auf“, erklärt Lenker weiter.

Auf überdurchschnittlich hoch belasteten Bundes- und Staatsstraßen wie etwa der B2 zwischen Starnberg und Garmisch-Partenkirchen „ist die Befahrbarkeit von ganz besonderer Bedeutung“.

Laut Lenker wird hier der Winterdienst rund um die Uhr durchgeführt. Das übrige Straßennetz räumt und salzt der Winterdienst indes zwischen 6 und 22 Uhr. Mehr als die Hälfte der Einsätze beginnen aber bereits vor 4 Uhr morgens, „um in der Nacht einsetzende Straßenglätte infolge von Schnee, Reif oder Eis noch vor dem Beginn des Berufsverkehrs beseitigen zu können“.

Dabei verfolgt der Winterdienst laut Bauamt den Grundsatz: „so viel Salz wie nötig, so wenig wie möglich“. Aufgrund seiner Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit sei das Salz weiterhin das „beste Auftaumittel“.

Kombi-Streugeräte

Durch das Anfeuchten des trockenen Auftausalzes per Sole unmittelbar vor dem Ausstreuen werden Verluste durch Verwehungen reduziert und das Salz gleichmäßig auf der Fahrbahn verteilt.

„Die jüngste Generation der Winterdienst-Fahrzeuge ist mit sogenannten Kombi-Streugeräten bestückt, mit denen je nach Witterungslage sowohl Sole versprüht als auch Feucht- oder Trockensalz ausgebracht werden kann“, teilt Lenker mit.

Appell an Autofahrer

Allerdings kann selbst ein gut ausgerüsteter Winterdienst nicht gewährleisten, dass alle Straßen jederzeit schnee- und eisfrei sind. Lenker dazu: „Wenn etwa starker Schneefall erst kurz vor dem einsetzenden Berufsverkehr beginnt, wird es für die Mitarbeiter des Straßenbetriebsdienstes mitunter schwierig, im dichten Verkehr oder im Stau den festgefahrenen Schnee wie gewohnt zu beseitigen.“

Das Staatliche Bauamt appelliert daher an alle Autofahrer: „Jeder einzelne Verkehrsteilnehmer kann einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit im Winter leisten, indem er sein Auto rechtzeitig mit Winterreifen ausrüstet und sein Fahrverhalten den winterlichen Fahrbahnverhältnissen anpasst.“

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