Knapp am Dreier vorbeigeschlittert

Tölzer Löwen verlieren in Weißwasser 2:3 nach Penalty-Schießen

Luca Tosto von den Tölzer Löwen beim Spiel in Weißwasser.
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Luca Tosto (Mitte) hatte die Tölzer Löwen in Weißwasser in Führung gebracht.

Weiswasser/Bad Tölz – Erneut mussten die Tölzer Löwen am Sonntagabend verletzungsbedingt mit einem Minikader, die Fahrt nach Weißwasser antreten. Aber sie hatten fast einen Dreier in greifbarer Nähe. Letztlich fehlten ihnen dazu exakt 17 Sekunden, um die volle Punktzahl vom weitesten Auswärtsspiel der Saison mitzunehmen.

„Da war auch etwas Pech dabei“, bekundete ECT-Headcoach Kevin Gaudet. Denn kurz vor dem Ausgleichstreffer zum 2:2 durch Nicolas Rosse in Überzahl hatte Sasa Martinovic die Scheibe übers Plexiglas gechippt und musste so wegen Spielverzögerung für zwei Minuten in die Kühlbox. Letztlich sicherten sich die Hausherren dann nach der torlosen Overtime im abschließenden Penaltyschießen mit 3:2 (0:0, 1:1, 1:1, 0:0, 1:0) den Zusatzpunkt.

Über weite Strecken der Partie hatten zuvor die Oberbayern richtig stark ausgespielt. „Ich kann nicht meckern, wir haben eigentlich super gespielt“, bestätigte dann auch der ECT-Trainer. Zuerst hatte Goalie Maxi Franzreb an seiner alten Wirkungsstätte eine starke Leistung gezeigt und verhinderte die mögliche Führung der Gastgeber. Vor allem das Mitteldrittel aber, gehörte eindeutig den Buam. „Bad Tölz ist ein fantastisches Team, wenn sie die Scheibe haben. Sie haben in unserem Drittel teilweise Ping Pong gespielt. Das war unglaublich stark“, musste dann auch Füchse-Coach Corey Neilson neidlos anerkennen. So traf Luca Tosto bereits nach zweieinhalb Minuten im zweiten Abschnitt zur Tölzer Führung (23.). Es folgten ein echter Chancenwucher und ein an diesem Tag überragender 19-jähriger Tobias Ancicka im Tor der Füchse. Vor allem Reid Gardiner und einmal mehr Max French konnten beste Chancen nicht in Zählbares umwandeln. Eher überraschend traf dann aber Rylan Schwartz zum Ausgleich aus spitzem Winkel - Innenpfosten, Tor (32.).

Auch im Schlussdrittel spielten die Löwen zuerst überaus gefällig. Frenchs Treffer im Nachschuss brachte da die Buam erneut in Führung (46.). Damit verlängerte der Kanadier die persönliche Serie auf starke zehn Spiele mit Torerfolg(en) in Serie. Nicht auszudenken, was er leisten könnte, wenn er nicht immer wieder zu fahrlässig mit seinen besten Einschuss-Möglichkeiten umgehen würde. Im Rest der Spielzeit lag der Fokus auf Löwenseite auf dem Verteidigen. Das gelang über weite Strecken auch gut. Der Druck der Füchse wurde besonders in den letzten fünf Minuten immer größer, doch die Buam hielten die Gastgeber geschickt von der gefährlichen Zone ab.

„Ein Punkt ist ein Punkt.“

Dann nahm Weißwasser den Torhüter vom Eis, Martinovic kassierte besagte Strafe und erneut Ross gelang in der sechs-gegen-vier-Situation mit einem perfekten Schuss an den Innenpfosten der 2:2-Ausgleich (60.). Im Penaltyschießen trafen dann Rylan Schwartz und Fabian Dietz abgezockt, während auf der Gegenseite sowohl French als auch Gardiner scheiterten. „Ein Punkt auswärts ist ein Punkt“, urteilte Gaudet schließlich. Viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt den Tölzer Löwen freilich nach der 620 Kilometer-Rückfahrt nicht, denn am Dienstag mussten sie bereits wieder in Landshut antreten.

Ewald Scheitterer

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