Biomasseheizwerk für Tölzer Schulzentrum

Initial zu Nahwärmekonzept

Biomasseheizwerk statt Container: Der Kreisausschuss machte den Weg frei für das zentrale Nahwärmekonzept.

Bad Tölz – Das geplante Biomasseheizwerk für das Tölzer Schulzentrum soll dort gebaut werden, wo derzeit noch die Schulcontainer der Realschule stehen. Darauf einigte sich der Kreisausschuss ebenso wie auf den zu verwendenden Brennstoff.

Verfeuert werden sollen ausschließlich Hackschnitzel. Standort wie Brennstoff erhitzten durchaus die Gemüter in dem Gremium. Das Heizwerk in seiner zentralen Form an sich hinterfragte der Tölzer Bürgermeister und CSU-Kreisrat Josef Janker. Ob es nicht doch die Möglichkeit gebe, in den einzelnen Schulen Mini-Blockheizkraftwerke zu errichten, die dann miteinander vernetzt würden. „So bräuchten wir keinen Neubau“, betonte er. Doch sei angesichts von derzeit zwölf strukturell unterschiedlichen Heizsystemen im Schulzentrum eine Vernetzung kaum möglich, entgegnete Planer Christian Schuhmacher. Er versuchte ferner, die Ängste vor dem zentralen Heizkraftwerk zu entkräften: Anders als bei dem erst kürzlich in Penzberg (Landkreis Weilheim-Schongau) bei einem Bürgerbegehren abgelehnten Biomasseheizkraftwerk („Das hätte eine zwölf mal so große Dimension gehabt und wäre eine bessere Müllverbrennungsanlage geworden“) sei das Heizwerk in Tölz rein aufs Schulzentrum ausgelegt. Entsprechend müssten auch nur drei Lkw pro Woche Brennstoff anliefern. Ferner sei eine so moderne Filtertechnik eingeplant, dass keine Problematik mit Feinstaub für Anwohner zu erwarten sei. Die Nachbarn sind übrigens auch ein Grund, weshalb die Planer an dem Standort im Zentrum der Schulen festhalten wollen. Denn dann seien diese erst gar nicht vom Betrieb der Anlage involviert. Dennoch: Vize-Landrat Werner Weindl (CSU) wollte sich diesen zentralen Standort für weitere Schulerweiterungen nicht verbauen – sein Antrag, den Standort nochmals zu prüfen, fand aber keine Mehrheit. Wohl aber für Manfred Fleischers (CSU) Vorstoß, keine Pellets zu verbrennen. Denn die würden nicht mehr nur aus Holzabfällen produziert. „Die fällen gesunde Bäume, zerkleinern sie, pressen sie in Pellets und karren sie durch ganz Europa.“ Wenig ökologisch, dachte sich wohl auch die Mehrheit des Kreisausschusses, die entsprechend für den Brennstoff Hackschnitzel votierte. Die Umsetzung des Nahwärmekonzeptes soll nun entsprechend vorangetrieben werden.   Thomas Kapfer-Arrington

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