Tölzer Stadtkapelle begeistert volles Kurhaus mit Muttertags-Konzert 2018

Reise um die Welt in zwölf Minuten

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Integrative Arbeit in der Asklepios: Monika Kleber von den Oberland Werkstätten arbeitet zwei Tage die Woche in der Tölzer Stadtklinik.

Bad Tölz – „Die Reise in 80 Tagen um die Welt, die schaffen wir mit der Tölzer Stadtkapelle heute in gut zwölf Minuten“, erklärte Moderator Michael Lindmair schmunzelnd, als er die Auszüge aus der Filmmusik des weltberühmten Romans von Jules Verne ankündigte.

Und die Musiker unter der Leitung von Sepp Kronwitter schafften am vergangenen Sonntagabend beim Muttertags-Konzert im Kurhaus nicht nur die Weltreise zurückzulegen, sondern lieferten mit diesem Stück zudem ein ausgezeichnetes Beispiel ihrer enormen musikalischen Wandlungsfähigkeit ab.

Vollkommen zurecht hatte da Matthäus Hammerl, der Bezirksleiter Isar-Mangfall im Musikbund Ober- und Niederbayern, eingangs konstatiert: „Die Stadtkapelle ist das Beste, was wir in Bayern haben.“ Zahlreiche Bestpreise bei vielen überregionalen Wettbewerben, zeugten von der Qualität des großen Blasorchesters. Und das Ensemble wurde dem Lob voll gerecht. Da stimmte nicht nur die Intonation des großen Klangkörpers perfekt, da passte jeder Einsatz bis aufs Sechzehntel exakt und alles mit einer Dynamik, die man bei so vielen Bläsern kaum erwartet hätte. Lebhaft konnten sich die Zuhörer im nahezu ausverkauften Kurhaus etwa bei den „80 Tagen um die Welt“ den Beginn der Reise vorstellen, erlebten den Orient oder die Elefanten-Karawane lebhaft mit, um dann beim fernöstlichen Klangbild Japan direkt vor den Augen oder besser gesagt vor den Ohren zu haben. Mit wildem Kriegsgeschrei fühlte sich das Auditorium wenig später ins Indianerland versetzt, um dann nach einem kurzen Abstecher nach New York wieder sicher im europäischen London zu landen.

In weiten Teilen des Programms wartete da die Stadtkapelle mit konzertanter Blasmusik auf, mit Stücken, mit denen sie erst unlängst beim Oberstufen-Wettbewerb in Ingolstadt einen ausgezeichneten dritten Platz belegt hatten. So richtig romantisch wurde es dann nach den Worten des Ansagers beim „Walzer Nummer zwei“ von Dimitri Schostakowitsch. Ein Standardwerk auch in vielen Konzerten von André Rieu. Letzterer war auch von Karel Gott unter dem Titel „Sonntags im Park“ gesunden worden, wobei Lindmair die Lacher auf seiner Seite hatte, als er erwähnte: „Bei den Proben hat unser Dirigent immer mitgesungen. Davon bleiben sie aber heute glücklicherweise verschont.“ Schließlich glänzte Anton Margreiter noch mit seinem Flügelhorn-Solo aus der Filmmusik „Children of Sanchez.“ Dabei war er vom Rest des Ensembles mit einem mitreißenden südamerikanischen Rhythmus nach Kräften unterstützt worden.

Auch davon zeigten sich die zahlreichen Mütter im Saal regelrecht begeistert, genauso wie vom teils gesungenen „Tölzer Schützenmarsch“ mit dem das Muttertags-Konzert 2018 schließlich seinen viel beklatschten Ausklang fand. Als dann die Zuhörer noch eine zweite Zugabe forderten, mussten die Musiker zugeben, dass sie mit so viel Zuspruch gar nicht gerechnet hatten. Aber auch mit der Wiederholung der „Musikantenparade“ von Wenzel Zittner zeigte sich das Auditorium schließlich auch zufrieden.ejs

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